Willich: Ehrenbürgermeisterin Käthe Franke gestorben

Willich: Ehrenbürgermeisterin Käthe Franke gestorben

Käthe Franke, Ehrenbürgermeisterin der Stadt Willich, ist am Mittwochmittag im Alter von 88 Jahren im Hubertusstift in Schiefbahn gestorben. Die CDU-Politikerin war von 1979 bis 1994 Bürgermeisetrin der Stadt Willich.

Bürgermeister Josef Heyes, der Franke stets als sein großes lokalpolitisches Vorbild bezeichnet hatte, sagte, die Stadt Willich und ihre Bürger hätten mit Käthe Franke "eine absolut herausragende Persönlichkeit verloren, der wir unglaublich viel zu verdanken haben".

Käthe Franke wurde 1923 in Willich geboren, wuchs dort auf und besuchte die Volks- und Handelsschule. Nach der Heirat 1944 folgte sie ihrem Mann nach Zwickau. 1946 kam sie nach Willich zurück. Die nächsten Jahre waren von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. So kamen ihr Mann und ihre älteste Tochter bei Unfällen ums Leben.

1972 trat Käthe Franke der CDU bei. Bereits 1975 wurde sie Vorsitzende der Kreisfrauenvereinigung, Mitglied im Stadtrat und Vorsitzende des Kulturausschusses. 1979 wurde sie zur Bürgermeisterin der Stadt Willich gewählt und in diesem Amt zweimal bestätigt.

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Ihr Engagement galt zum einen den sozial schwachen Menschen, zum anderen der Kultur. So war sie von Beginn an eine der größten Befürworter der Schlossfestspiele. Zur Kommunalwahl 1994 trat sie nicht mehr an.

Dafür leitete sie den erstmals gewählten Seniorenbeirat der Stadt Willich und war erste Vorsitzende des Vereins Festspiele Schloss Neersen. Eine langwierige Krankheit zwang sie jedoch 1995 dazu, beide Ämter aufzugeben.

Am 15. Dezember 1993 wurde Käthe Franke vom Stadtrat zur Ehrenbürgermeisterin ernannt. Die feierliche Übergabe der Urkunde erfolgte am 9. Dezember 1994. Käthe Franke erhielt mehrere, auch internationale Auszeichnungen.

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