Die Willicherin Sonja Fucken-Kurzawa arbeitet in einem Notariat und ist bei der CDU aktiv

Starke Frauen...in Willich : Menschen mit klaren Regeln und Formulierungen helfen

„Für mich stand schon sehr früh fest, dass ich Jura studieren möchte, weil ich Menschen helfen wollte“ – so beschreibt die Willicherin Sonja Fucken-Kurzawa ihren Weg in den Beruf.

Nach der Grundschule und dem Abitur am St.-Bernhard-Gymnasium hatte sie erst eine Ausbildung zur Notargehilfin gemacht und dann das Jura-Studium in Bielefeld und Düsseldorf absolviert. Heute ist die 46-Jährige Volljuristin und arbeitet als Assessorin in einem Notariat in Mönchengladbach.

Sie habe nach mehreren Jahren als Anwältin in einer Kanzlei bewusst den „unstreitigen“ Weg der juristischen Arbeit gewählt: „Man kann mit sorgfältig ausgearbeiteten Verträgen Menschen helfen, weil man durch klare und verständliche Formulierungen einen Rechtsstreit vermeidet“, beschreibt Sonja Fucken-Kurzawa. Der erste Schritt sei es, genau zuzuhören, was die Klienten möchten, dann beginne ihre Arbeit: In Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben arbeite sie „den bestmöglichen und sichersten Weg aus, die Ziele im Vertrag abzusichern“. Ihre Arbeit ist für die Klienten die Empfehlung, „dann arbeiten wir gemeinsam daran, den Weg ganz zu klären“.

Die Vertragsthemen sind vielfältig: Ein übliches und vielen bekanntes Thema sind Immobilienverkäufe, bei anderen Themen dreht es sich um Adoptionsvereinbarungen, um Regelungen nach einer Scheidung oder um Einträge ins Vereins- oder Handelsregister. „Es ist gut, wenn sich die Klienten vorher schon darüber im Klaren sind, was sie möchten. Meine Arbeit ist es, ihnen aus meinem Wissen zu erklären, welchen Weg man am besten geht, um das Ziel zu erreichen“, so Fucken-Kurzawa. Am Ende sind es dann ihr Wissen und ihre Beratung, die dazu führen, dass die Klienten beruhigt sein können, in dem vertraglich abgesicherten Lebensbereich fair und rechtlich sicher gehandelt zu haben.

Dieses faire Arbeiten ist ihr auch in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wichtig: Sonja Fucken-Kurzawa ist seit 2003 Mitglied der CDU und seit 2004 Ratsmitglied in Willich. Seit der Entstehung der Frauen-Union in Willich vor etwa zehn Jahren engagiert sie sich auch dort – und das „auch“ ist ihr wichtig: Sie sieht sich nicht nur in der Frauen-Organisation verankert, sondern in der CDU, „sie ist die größte Volkspartei und geprägt vom christlichen Menschenbild“, erklärt sie, warum sie dort eingetreten ist. Ihre politischen Themen sind die Familien- und die Schulpolitik, die sie als stellvertretende Vorsitzende im Schulausschuss bearbeitet, und der Planungsausschuss. Außerdem ist sie als Vorsitzende in der Kreis-Frauen-Union und der Bezirks-Frauen-Union aktiv und Mitglied im CDU-Landesvorstand. Sie wurde gerade als stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union im Amt bestätigt.

Aktuell arbeite die Frauen-Union an den wichtigen Themen Organspende, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, beschreibt sie – und das ist ihr mit Blick auf ihre berufliche Erfahrung wichtig: „Wenn man alle diese Dinge im Vorfeld richtig geregelt und hinterlegt hat, kann man sicher sein, dass die eigenen Wünsche erfüllt werden.“ Außerdem entlaste man oft Angehörige, die dann genau wissen, wie ein Mensch zum Beispiel im Falle einer Demenz-Erkrankung die weiteren Schritte wünsche.

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