Die Mensa der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule in Anrath wurde offiziell eröffnet

Anrath : Essen in lichtdurchfluteten Räumen

Die Mensa der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule in Anrath wurde offiziell eröffnet. Ein alter Gebäudeteil wurde abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt.

Eduardo Träger, Leiter der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, ist begeistert: „Ist das nicht toll geworden?“ Er meint die neue, lichtdurchflutete Mensa der Schul-Dependance in Anrath, die am Mittwochnachmittag offiziell eröffnet wurde. Genauso angetan ist er von den Räumen über der Mensa mit modernster Technik. Das ehemals eingeschossige Schulgebäude aus dem Jahr 1951 wurde abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt. Rund drei Viertel der Baukosten trug die Stadt, etwa ein Drittel übernahmen die Stadtwerke – die Stadt ist hier so etwas wie eine Leasingnehmerin.

Es waren nur glückliche Gesichter zu sehen in der neuen Mensa der Gesamtschule. Bürgermeister Josef Heyes freute sich, dass auch etliche Nachbarn gekommen waren. „Sie hatten sich beschwert, dass alle Tassen im Schrank rappeln, als lange Pfähle in den Boden gerammt werden mussten“, erinnerte sich der Bürgermeister.

Die moderne Küche mit den riesigen Kochtöpfen erinnerte ihn an seine Bundeswehrzeit. Heyes lobte, was die Architekten und Handwerker hier geschaffen haben. Architekt Jochen Stukenberg, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Objekt und Wohnungsbau, freute sich, dass sein Mitarbeiter Stephan Schröder die Bauleitung übernommen hatte. Architektenleistungen mussten wegen der begrenzten personellen Kapazitäten jedoch extern eingekauft werden, und zwar beim Düsseldorfer Architekturbüro Meyer Architekten – Carina Engler hatte sich um das Projekt in Anrath gekümmert.

Bürgermeister Josef Heyes lobte den Entwurf: „Sie haben hier ein Vorzeigeobjekt geschaffen.“ Für die Kunst am Bau hatte der in Goch lebende renommierte Künstler Martin Lersch gesorgt. Er hatte sich für mehrere kleinere Bilder statt für ein großes entschieden. Unter anderem ist eine Neuinterpretation von Leonardo da Vincis „Abendmahl“ zu sehen. Was würde besser zu einer Mensa in einer Schule mit diesem Namen passen?

Auch außen ist der Mief der 50er-Jahre einem modernen, offenen Gebäudeteil gewichen. Foto: Wolfgang Kaiser

Eduardo Träger erinnerte bei aller Freude über das Ergebnis an den etwas holprigen Start: „Am 16. April 2018 ist die Baustelle eingerichtet worden. Zuvor hatte sich der Baubeginn um acht Wochen verzögert, bedingt durch die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes und dessen Suche nach Blindgängern und durch eine vierwöchige Frostperiode.“

Der große, lichtdurchflutete Raum sei mit Schuljahrsbeginn sehr gut angenommen worden: „Alle fühlen sich wohl hier.“ Und Träger fügte hinzu: „Unsere Schule ist jetzt so ausgestattet, wie wir es uns vorgestellt haben.“ Der Neubau sei hochmodern, funktional und ansprechend.

Der Schulausschuss-Vorsitzende Merlin Praetor sprach von einem „super Bau, der hier entstanden ist“. Vor zweieinhalb Jahren habe die Politik beschlossen, die alten Klassenräume abzureißen und sie durch einen zweigeschossigen Neubau zu ersetzen. „Zum Glück hat dem 50er-Jahre Gebäude niemand nachgeweint“, freute sich Schulausschuss-Vorsitzender Praetor.

Claudia Eberle ist als Lehrerin für die Oberstufe, die in Anrath unterrichtet wird, zuständig. Auch sie ist mehr als zufrieden mit den neuen Räumen über der Mensa. Erstmals gibt es nur Stehpults für Lehrer, und die gute alte Schiefertafel wurde durch interaktive Boards ersetzt. Eduardo Träger drückte es so aus: „Wir haben endlich die Kreidezeit verlassen.“

Während der Bauphase war im Schulkeller eine provisorische Mensa eingerichtet worden. Rückwirkend war man erleichtert darüber, dass der Neubau den Unterrichtsbetrieb nicht über Gebühr belastet habe.

Für den musikalischen Rahmen der Eröffnungsfeier sorgten Lea, Fabienne, Mila und Magdalena vom Schulchor.

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