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Stadt Willich: Die gerechte Lösung gibt es nicht

Stadt Willich : Die gerechte Lösung gibt es nicht

Die Politik nimmt für sich in Anspruch, dass seit Jahren das Prinzip der Gleichbehandlung die Schulpolitik bestimme. Sprich: Keine Schule soll bevorzugt und keine benachteiligt werden. Wer die Diskussion im Schulausschuss verfolgt hat – und zahlreiche Zuschauer taten das – wird sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass mit diesem Grundsatz bald Schluss sein wird.

Im Sinne der Gleichbehandlung müsste es doch so aussehen: Entweder jede Schule mit Ganztagsbetrieb bekommt eine Mensa, in der frisches Essen zubereitet wird oder gar keine. Für Variante eins fehlt natürlich das Geld. Und die zweite Variante will niemand.

Die Kochmensa am St. Bernhard-Gymnasium wird selbst von den Leitern anderer Schulen unterstützt. Allerdings nur, wenn deren Schüler im gleichen Umfang von dem Angebot profitieren. Das ist nahezu unmöglich, weil die Schüler, die eine eigene Küche in ihrer Mensa haben, immer im Vorteil sein werden gegenüber denjenigen, die verpacktes Essen lediglich geliefert bekommen.

Das St. Bernhard-Gymnasium und die Realschule würden also bevorzugt. Gleichbehandlung ade! Eifersüchteleien sind da vorprogrammiert. Einige Schulleiter – auch das der Eindruck aus dem Ausschuss – werden mit Argusaugen beobachten, wie das Konzept am Ende aussehen wird. Der Arbeitskreis hat insofern eine undankbare Aufgabe.

(RP)