Die beiden Vereine CVJM Anrath und Vorst bieten ein breit gefächertes Angebot für Menschen jedes Alters an

Das Ferien-Abc: C wie CVJM : Vier Buchstaben voller Leben

Die beiden Vereine CVJM Anrath und Vorst bieten ein breit gefächertes Angebot für Menschen jedes Alters an. Dazu kommt die Jugendarbeit für die evangelische Kirchengemeinde Anrath-Vorst.

Wer den Pfarrbrief der evangelischen Kirchengemeinde Anrath-Vorst aufschlägt, der stößt gleich auf zwei Seiten, die vier Buchstaben als Titel haben. Die Rede ist vom CVJM. Die vier Buchstaben stehen für „Christliche Vereinigung Junger Menschen“. Doch was sich genau dahinter verbirgt, das wissen die wenigsten. Viele denken noch an die alte Bedeutung, denn bei der Gründung im Jahr 1844 in England stand das M noch für Männer. Erst Ende der 60er-Jahre kamen Frauen dazu, und aus dem Christlichen Verein Junger Männer wurde der für junge Menschen.

Wobei aber nicht nur diese Personengruppe angesprochen wird, wie der Pfarrbrief verdeutlicht. Hier stellen sich die beiden eigenständige Vereine Anrath und Vorst nämlich mit ihrem gesamten Angeboten vor, und die sprechen Familien mit ganz kleinen Kindern bis hin zu Erwachsenen jeden Alters an. Ob die Marienkäfergruppe für Kleinkinder ab einem Jahr, die Regenbogen-Jungschar für Mädchen und Jungen von sechs bis zwölf Jahren, die Kinderwerkstatt für Kinder ab dem Grundschulalter oder die Jugendgruppe namens „Ameisenwanderclub“, die 13- bis 16-Jährige anspricht – Kinder und Jugendliche können von klein an mit dem CVJM groß werden. Das setzt sich bei den Erwachsenen fort. Der Kreis junger Erwachsener, kurz KJE genannt, der alle ab 17 Jahren als Zielgruppe hat, oder der Bibelgesprächskreis gehören genauso zu den Angeboten wie der Posaunenchor, Tischtennis für Erwachsene als auch die Sportgruppe Fußball.

„In Vorst bieten wir allen ab 13 Jahren zudem unser CVJM-Fitnessstudio an, das sich im Souterrain des Gemeindehauses befindet “, informiert Elke Lahn, die den CVJM Vorst leitet. Ihr Mann Wolfgang Lahn ist es, der an der Spitze vom CVJM Anrath steht. Die beiden Vereine bieten nicht nur jede Menge Angebote für Menschen jeden Alters und aller Konfessionen an. Im Bereich der Jugendarbeit ist der CVJM zudem von der evangelischen Kirchengemeinde Anrath beauftragt, die Jugendarbeit auszuführen. Eigens dafür gibt es im Anrather Gemeindehaus einen eigenen Jugendtrakt und eine über die Kirche finanzierte Vollzeitstelle für einen Jugendleiter, der ebenfalls dem CVJM angehört. „Die Jugendarbeit richtet sich aber nicht nur an Gemeindemitglieder, sondern steht jedem offen.

Los ging es mit dem CVJM 1924 in Anrath. Wilhelm Neuschäfer, seines Zeichens Organist, Kirchmeister, Rendant und Presbyter, gründete den Verein, dem zu dem damaligen Zeitpunkt nur junge Männer angehören durften. Erst 1974 öffnete er sich für Frauen. Doch zuvor schwappte der CVJM nach Vorst über. Mehrere Männer trugen das Angebot 1955 in den Nachbarort. „Ich selber war zehn Jahre alt, als ich zur Mädchenjungschar kam. Damals waren Mädchen und Jungen noch strikt getrennt. Offizielles Mitglied durfte ich dann mit 13 Jahren werden“, erinnert sich Elke Lahn. Eigentlich habe sich im Vergleich zu früher nicht viel verändert, fügt sie an. Eine kurze Andacht gehört nach wie vor zu den Treffen dazu, schließlich ist die biblische Geschichte das Grundgerüst. Es wird gemeinsam gekocht, gespielt, gebastelt und musiziert. Sport steht auf dem Programm, Ausflüge werden unternommen, und es geht auf Fahrten.

Wobei die Ferienfreizeiten mit dem CVJM Vorst ein Highlight sind. Es gibt das Teen-Camp in Michelstadt, eine Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer, die Survivaltour mit dem Rad und die Kinderfreizeit in Urft. Dazu kommt der Besuch des CVJM-Ruhrcamps. Die beiden Vereine schauen dabei genau, was gut angenommen wird und was verändert werden muss. „Wir sind am Puls der Zeit“, sagt Wolfgang Lahn. So plant der CVJM Anrath, im September das „Kreativ-Café“ an den Start zu bringen. Sonntags von 14 bis 17 Uhr sollen Jugendliche die Möglichkeit erhalten, Musik zu machen, Theater zu spielen, neue Spiele kennenzulernen oder einfach gemeinsam eine Runde Dart oder Kicker zu spielen. Auf der anderen Seite hat sich die Zwergengruppe in Vorst gerade verabschiedet. Damals ins Leben gerufen, weil Kita-Plätze für unter Dreijährige fehlten, ist das Angebot heute aufgrund der vorhandenen Kita-Plätze nicht mehr notwendig.

Eine Vereinsmitgliedschaft ist für die Nutzung der vielschichtigen Angebote nicht zwingend notwendig. „Entweder kommt man als Mitglied oder als Gast“, sagt Wolfgang Lahn. Nur wer dem Mitarbeiterkreis angehört, muss Mitglied sein. Jedes Angebot hat seine wöchentlichen festen Zeiten, wobei Interessierte jederzeit vorbeikommen können. Die Angebote sind bis auf eventuelle Materialumlagen kostenfrei.

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