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Die Albert-Schweitzer-Schule in Anrath muss wieder i-Dötzchen abweisen

Schulausschuss : Die Albert-Schweitzer-Schule muss wieder i-Dötzchen abweisen

Die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) in Anrath werden im kommenden Schuljahr wohl nicht alle i-Dötzchen besuchen können, die das gern würden. Denn nach jetzigem Stand der Anmeldezahlen wird die Verwaltung wegen gesetzlicher Vorgaben eine Willicher Schule in der Klassenbildung begrenzen müssen – und hat sich dafür die ASS ausgesucht.

Die Politik stimmte im jüngsten Schulausschuss dafür.

An der ASS soll es im nächsten Schuljahr nur zwei Eingangsklassen geben, weil es „an dieser Schule räumlich nicht möglich sein wird, drei Eingangsklassen zu bilden“, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage zur jüngsten Schulausschusssitzung. Das hat zur Folge, dass nach jetzigem Anmeldestand fünf Kinder abgewiesen werden müssen. An den anderen betroffenen Schulen im Willicher Stadtgebiet, an denen nach aktuellem Stand der Anmeldesituation drei Klassen zu bilden sind (Kolpingschule, Vinhovenschule, Astrid-Lindgren-Schule und Willicher Heide), sei dies mit den vorhandenen Raumkapazitäten möglich.

Schon vor zwei Jahren hatte es eine ähnliche Situation an der ASS in Anrath gegeben. Damals drohten sogar zwölf i-Dötzchen abgewiesen werden zu müssen. Eine Elterninitative hatte sich jedoch gebildet und erreicht, dass am Ende doch alle Kinder die Schule besuchen konnten, die oder deren Eltern dies wollten. Birger Vogt hatte sich damals in der Initative engagiert und ist nun wieder betroffen, da auch sein zweites Kind die ASS besuchen soll. Er will nun überlegen, ob er mit anderen Eltern dafür kämpfen möchte, dass die Politik die Entscheidung noch zurücknimmt, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Politiker im Schulausschuss zeigten sich nicht glücklich mit der Situation und mahnten, sich für die Zukunft etwas einfallen zu lassen, zumal die Zahl der i-Dötzchen wegen der Neubaugebiete weiter steigen dürfte. „Wir sehen keine andere Möglichkeit, für das kommende Schuljahr die Begrenzung vorzunehmen, aber das ist langfristig nicht tragbar“, sagte Sarah Bünstorf (SPD).

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Ein weiteres Problem: Die ASS ist auch „Ort des gemeinsamen Lernens“ für Kinder mit und ohne Handicap und würde gern eine maximale Klassengröße von 25 Schülern statt bisher 28 einführen, damit die Kinder optimal betreut werden können. Das hätte aber zur Folge, dass im nächsten Schuljahr elf Kinder abgewiesen werden müssten. Daher entschied sich die Politik bei einer Enthaltung von Hans-Gerd Segerath (FDP) dagegen.