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Der TV Anrath denkt an eine neue Sportstätte

Anrath : Der TV Anrath denkt an eine neue Sportstätte

Mehr Mitglieder, ein solider Haushalt und ein neues Großprojekt: Das ist die Bilanz des Turnvereins Anrath (TVA) auf seiner Jahresversammlung, die jetzt in der Josefshalle stattfand. Viele Projekte, vom Jugendschutz über die Gesundheit im Sportverein sowie das Finden und Erproben neuer Sportangebote, hat der TVA in den vergangenen Monaten bereits auf den Weg gebracht.

Neu auf der Agenda des Vereins ist das Ausloten, ob und in welcher Form eine vereinseigene Sportstätte gebaut werden soll. Je nach Größe und Funktion kämen unterschiedliche Kosten auf den Verein zu. Die Mitglieder haben den Vorstand nun damit beauftragt, die verschiedenen Möglichkeiten durchzurechnen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im ersten Halbjahr 2019 soll dann darüber abgestimmt werden, ob und – wenn ja – welche Sportstätte gebaut werden soll.

Hintergrund der Überlegungen ist, dass in Anrath die Schulen einen steigenden Bedarf haben, selbst die vorhandenen Hallen zu nutzen. Das umfasst nicht nur den Vormittag, sondern zusätzlich die Nachmittagsstunden, da immer mehr Schüler auch nachmittags betreut werden. TVA-Vorsitzender Freddy Krüger fasst diese Entwicklung zusammen: „Wir haben null Entwicklungsspielraum und müssen absehbar unsere Angebote reduzieren, wenn wir keine neue eigene Sportstätte haben.“ Das führe zum Verlust an Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Vereins. „Außerdem sehen wir zukünftig einen wachsenden Bedarf, Angebote auch vormittags und mittags anzubieten“, sagt Krüger. Zielgruppen für diese Angebote sind zum einen ältere Vereinsmitglieder, aber auch junge Familien mit Kleinkindern.

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Eine wichtige Voraussetzung für eine mögliche neue Sportstätte hat der Verein mit seinem mittlerweile ausgeglichenen Haushalt geschaffen. Nach den negativen Ergebnissen der vergangenen Jahre hat die Beitragserhöhung im Jahr 2017 dazu geführt, dass der TVA mit einem positiven Ergebnis zum Jahresabschluss rechnet.

Auch in Bezug auf die Neumitglieder hatte Freddy Krüger gute Nachrichten: „Im letzten Jahr ist unsere Mitgliederzahl wieder weiter angestiegen. In den letzten zwei Jahren sind über 100 Menschen mehr in den Verein eingetreten als ausgetreten. Aktuell haben wir 1285 Mitglieder.“ In der Abteilung Badminton hat sich die Mitgliederzahl in den vergangenen zwei Jahren sogar mehr als verdoppelt (von 27 auf 59).

Bei den Vorstandswahlen wurde Thomas Jöst als stellvertretender Vorsitzender und Justiziar wiedergewählt. Auch Stefanie Klingen wurde als Geschäftsführerin in ihrem Amt bestätigt. Hajo van der Beek bleibt stellvertretender Schatzmeister. Frank Klingen übernimmt das Amt der Technischen Leitung und Julia Dillmann die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit. Mirko Leven bleibt Beisitzer.

Die neuen Abteilungsleitungen wurden bereits im Vorfeld zur Jahreshauptversammlung gewählt: Neuer und alter Abteilungsleiter für Badminton ist Mirko Leven. Die Abteilung Basketball wird von Henrik Roesch geleitet. In der Abteilung Fit und Gesund wird Abteilungsleiterin Renate Stodden von ihrem neuen Stellvertreter Robert Holter-Hauke unterstützt. Die Leitung der Handballer übernimmt Philipp Roefs mit seinem Stellvertreter Markus Mertens. Thomas Quasching wurde zum Leiter der Abteilung „Inline Skater Hockey“ gewählt, und Jennifer Koszlowski bleibt Abteilungsleiterin für Turnen und Bewegung. Die Abteilung Volleyball untersteht erneut Jürgen Rausch, und dem neuen Jugendteam des TVA steht Alexander Marx vor.

(RP)