Denis Koopmanns: Ein „Creativ(t)raum“  wird Wirklichkeit in Schiefbahn

Schiefbahn : Denis Koopmanns: Ein „Creativ(t)raum“ wird Wirklichkeit

Wer nähen kann, hat die Hochstraße 43 in Schiefbahn schon fest in den Blick genommen. Wer nicht nähen kann, aber eventuell Spaß daran hat, der sollte sich die Adresse am besten ebenfalls vormerken.

Hier ist nämlich seit der vergangenen Woche der „Creativ
­(t)raum“ zu finden. Es dreht sich alles rund ums Nähen und das kreative Gestalten. Angefangen von Stoffen und Nähzubehör über Schnitte bis hin zu Kursen und Workshops, die sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene ansprechen, reicht die ziemlich breite Angebotspalette.

Hinter dem ganzen Projekt steht Denise Koopmans. Die Neersenerin hat sich mit dem Ladenlokal einen lang gehegten Traum erfüllt – und nicht nur das. Sie ist auch die Gewinnerin des Gründerwettbewerbs der Stadt Willich. Am 10. Juli erhielt sie ihren Preis in Form eines Mietkostenzuschusses über ein Jahr, eine einmalige Zahlung von 1500 Euro und ein Unternehmensberatungsgespräch.

Zu diesem Zeitpunkt steckte sie bereits fest in den Renovierungsarbeiten ihrer Räumlichkeiten, in denen zuvor ein Friseur- und Kosmetikstudio untergebracht war. „Ich habe mich riesig über den Preis gefreut. Das Geld floss direkt in den Fußboden in der ersten Etage, wo ich einen großen Zuschneide- und Nähraum eingerichtet habe“, erzählt Koopmans.

Insgesamt zehn Bewerber gab es für den Gründerwettbewerb der Stadt Willich. „Das Konzept von Denise Koopmans war einfach stimmig. Der Wirtschaftsplan war in Ordnung, es ist eine gute Branchenergänzung, das Angebot bringt eine Frequenzsteigerung mit sich, und Frau Koopmans selber hat überzeugt“, fasst Andrea Ritter, Leiterin vom Geschäftsbereich Bauen und Wohnen der Stadt Willich, die Gründe für die Entscheidung der neunköpfigen Jury zusammen, zu der unter anderem die Stadt, die Werberinge und der Handelsverband gehörten.

Wie schön und einladend das gesamte Ladenlokal sowohl im Erdgeschoss als auch in der ersten Etage geworden ist, davon überzeugte sich Ritter zusammen mit Silke Schleusinger von der Wirtschaftsförderung und Christiane Gabler von der CDU-Frauenunion persönlich bei der feierlichen Eröffnung. Die einhellige Meinung der drei Frauen: Es ist ein richtiges Gute-Laune-Ladenlokal, das mit Raumkonzept, Farbgestaltung, Einrichtung und Produkten überzeugt. „Es war seit langem mein Traum, ein Geschäft zu haben, das sich um das Thema Kreativität bewegt“, sagt Koopmans.

Die 38-Jährige, die Betriebswirtschaft studierte, war 15 Jahre als Controllerin tätig. Vor zehn Jahren entdeckte sie das kreative Arbeiten für sich. Sie nähte und bastelte mit Begeisterung und gestaltete zudem Motivtorten in ihrer Freizeit. Vor fünf Jahren wurde der Gedanke eines eigenen Ladenlokals immer größer. „Zahlen liegen mir, und ich war mit meinen Beruf auch zufrieden, aber der Gedanke an etwas Eigenes im kreativen Bereich ging nicht mehr weg. Ich wollte mich zudem in einigen Jahren nicht fragen, was wäre gewesen wenn?“, erinnert sie sich. Dann kam der Punkt, wo sich die dynamische Frau fragte, wenn nicht jetzt, wann dann? Es sei ein sehr großer Schritt gewesen, gibt sie ehrlich zu. Aber wenn die Gewinnerin vom Gründerwettbewerb heute in ihrem Ladenlokal „Creativ(t)raum“ an der Hochstraße 43 steht, dann weiß sie, dass sie mit der Eröffnung des neuen Ladens mit großer Sicherheit die richtige Entscheidung getroffen hat.

Denise Koopmanns freut sich bereits sehr auf die Beratung der Kunden beim Einkauf, die immer wieder neue Sortimentszusammenstellung, wobei sie auf qualitativ hochwertige und zertifizierte Stoffe setzt, und die Nähkurse für Erwachsene und Kinder wie auch die offene Nähwerkstatt, bei der per Zehnerkarte im Nähatelier an ihren Nähmaschinen und der Overlook gearbeitet werden kann.

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