Das Willicher Freizeitbad „De Bütt“ wird 25.

Willich : Mit der Clubnacht ins Jubiläum

Das Willicher Freizeitbad „De Bütt“ wird 25. Das Jubiläum wird am Samstag, 22. Juni, mit einer Clubnacht im Schwimmbad gefeiert.

  Wenn Simone Küppers den Namen „De Bütt“ hört, dann muss die ehemalige Leiterin des Willicher Freizeitbades in Sachen Assoziation nicht überlegen. „Ein Stück Zuhause“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. 13 Jahre stand sie an der Spitze des Bades, das jetzt sein 25-jähriges Bestehen feiert. Küppers, die in die Kämmerei der Stadt Willich wechselte, erinnert sich gern an die Jahre im Bad zurück. „Im Bad ist immer etwas gemacht worden, um es attraktiv und auf einem modernen technischen Standard zu halten.  Die langjährigen Mitarbeiter sowie die Vereine und Gruppen prägen De Bütt mit. Es ist ein familiäres Bad zum Wohlfühlen und sich daheim fühlen“, sagt Küppers, die damals die Leitung von Olaf Schnödewind übernahm, nachdem er diese neun Jahre innehatte.

Das Willicher Schwimmbad an sich ist indes älter. Bereits 1965 eröffnete die Stadt ein Hallenbad, dessen Bau rund 1,6 Millionen DM kostete. Knapp zehn Jahre später folgte ein Freibad. Mit Gesamtkosten von 5,47 Millionen DM wurden ein wettkampfgerechtes Acht-Bahnen-Becken und ein davon getrenntes, 1.000 Quadratmeter großes Nichtschwimmerbecken gebaut. Dazu gab es eine 20.000 Quadratmeter große Liegewiese. 1977 erwarb die Stadt ein weiteres Grundstück von 25.000 Quadratmeter, um die Liegewiese am Freibad zu erweitern. Vor dem Hintergrund sinkender Nutzerzahlen kamen Überlegungen für den Umbau des Hallenbades in ein modernes Freizeitbad auf.

Im Mai 1987 stand ein 3,5 Millionen teures Konzept, was allerdings kurz darauf hinfällig wurde. Im Mai 1990 griff ein Brand in der Cafeteria auf das Hallenbad über und beschädigte wesentliche Teile so stark, dass das Bad geschlossen werden musste. Die Frage Sanierung oder Neubau fiel zugunsten des heutigen Freizeitbades aus. Ende August 1992 wurde die Brandruine abgerissen. Im Januar 1993 starteten die Arbeiten für den Neubau, nachdem ein erster Zuschussbescheid des Landes für den 15 Millionen DM teuren Komplex eingegangen war. Insgesamt gab das Land Zuschüsse in Höhe von 3,8 Millionen DM.

Am 13. Februar.1993 legte die Stadt Willich den Grundstein für das neue Spaßbad. Am 12. November feierte man das Richtfest. 540 Bürger beteiligten sich dann an der Namensgebung, wobei sich der Rat 1994 mit großer Mehrheit für den Vorschlag „De Bütt“ entschied. Am 21. Juni 1994 übergab die Stadt Willich das Bad offiziell an die Besucher. 3.000 Quadratmeter Wasserfläche mit einer Vielzahl von Attraktionen wie eine 60 Meter lange Rutsche, drei Whirlpools, ein Strömungskanal sowie eine 200 Quadratmeter große Sauna lockten.

Das große Wettkampfbecken wurde mit einem Hubboden versehen, was die Nutzungsmöglichkeiten erheblich vergrößerte. Der Bau eines Lehrschwimmbeckens mit Hubboden, separaten Eingangsbereich und Foyer sowie eigenen Umkleideräumen, Duschen und Toiletten schloss sich an. Die Stadt nahm 1,4 Millionen Euro in die Hand und eröffnete im Oktober 2007 das neue Becken. Im gleichen Jahr beschloss der Stadtrat, das sanierungsbedürftige Freibad um- und auszubauen. Dafür wurde ein Kostenrahmen von 3,1 Millionen Euro angesetzt. Nach Abschluss der Freibadsaison 2008 starteten die Arbeiten. Im Mittelpunkt der Maßnahme stand die Aufteilung des 50-Meter-Wettkampfbeckens in zwei 25-Meter-Becken, wobei eines als Wellness-Bereich konzipiert wurde. Im April 2015 beschloss der zuständige Abgabenausschuss, die marode 60-Meter-Rutsche durch eine neue, modernere, 90 Meter lange Konstruktion mit Spiel- und Spaßelementen zu ersetzen. Kostenpunkt: 560.000 Euro. Im Dezember folgt die Eröffnung. Die für den Kreis Viersen einzigartige Rutsche entwickelte sich zu einem absoluten Besuchermagneten.

Das Willicher Schwimmbad wurde nach dem Brand im Mai 1990 dann Ende August 1992 abgerissen. Foto: Stadt Willich. Foto: Stadt Willich
Dieses Foto vom Schwimmbad entstand 1975. Da bestand das Hallenbad bereits zehn Jahre. Die Baukosten betrugen 1,6 Millionen Mark. Foto: Stadt Willich

Ein knappes Jahr später stand ein Leitungswechsel in De Bütt an. Küppers, die mit 13 Jahren bislang die längste Zeit als Badleiterin die De Bütt führte, wechselte in die Kämmerei. Philip Bauknecht übernahm. Sein großes Projekt ist derzeit die Saunasanierung, die in den letzten Zügen steckt.

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