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CDU Willich will schöneres Freizeitzentrum und Arbeitskreis Corona

Pläne für Willich : CDU will schöneres Freizeitzentrum

Die Willicher Union hat nach der Kommunalwahl ihre neue Mannschaft zusammengestellt und berichtet von ersten inhaltlichen Schwerpunkten, die in der neuen Wahlperiode angepackt werden sollen.

Ein deutlich aufgewerteter Park im Sport- und Freizeitzentrum und ein Arbeitskreis Corona: Das sind zwei der Projekte, die die Willicher CDU möglichst schnell in der neuen Wahlperiode umsetzen möchte. Zwar startet die Wahlperiode erst mit der konstituierenden Stadtratssitzung am 10. November, wenn auch Christian Pakusch die Amtsgeschäfte offiziell von seinem Vorgänger Josef Heyes (beide CDU) übernimmt, doch hat die Union schon vorgearbeitet und lud deswegen jetzt zu einem Pressegespräch, um ihre Ideen zu erläutern.

„Die Mannschaft brennt, und unsere neuen Fraktionsmitglieder freuen sich wie Bolle auf ihre Aufgaben“, sagte Guido Görtz, der derzeit Sprecher des CDU-Vorstands ist, nachdem Christian Pakusch den Parteivorsitz nach seiner Wahl zum Bürgermeister niedergelegt hatte. Görtz will sich zum neuen Vorsitzenden wählen lassen, wenn eine Mitgliederversammlung nach der Corona-Pandemie wieder möglich ist. Für die Stadt sei es nun aber erstmal vorrangig, „gut durch die zweite Welle der Pandemie zu kommen“, sagt Görtz. Daher soll es nach dem Wunsch der CDU einen Arbeitskreis geben, der sich damit beschäftigt, wie die Folgen für die Stadt abgefedert werden können. „Wir wollen uns nicht kaputtsparen, müssen aber eine solide Haushaltspolitik hinbekommen“, sagt Görtz und betont, dass im Arbeitskreis nicht nur Politiker, sondern auch Vertreter aus Wirtschaft, Handel und Gastronomie sitzen sollen, „um mit denen zu diskutieren, die betroffen sind“.

Görtz und Paul Schrömbges, der von der neuen Fraktion wie der Rest des Vorstands sozusagen auf Vorrat (bis die Fraktion offiziell im Amt ist) einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde, hoffen, dass nach dem Wahlkampf schnell zur konstruktiven Sachpolitik zurückgekehrt wird. Vor und nach der Wahl hatte es gerade mit dem Ex-Kooperationspartner, den Grünen, Zwist gegeben. Nun setzt die Union auf inhaltliche Gemeinsamkeiten mit SPD und FDP, wobei es sich nicht um eine „Koalition“ handele, so Schrömbges.

Wohnen, die Betreuung von Kindern und Senioren sowie die medizinische Versorgung: Darin sieht die Union große Schnittmengen mit den Sozialdemokraten. Wirtschaftsförderung und eine solide Finanzpolitik wolle man mit der FDP im Blick behalten – daher wird es künftig auch einen Unterausschuss Wirtschaftsförderung geben. Was grüne Themen angeht, sagen Schrömbges und Görtz: Die Wege hin zu einem klimaneutralen Willich müssten jetzt dringend konkretisiert werden. Handeln statt reden sei nun angesagt.

Zurück zum eingangs erwähnten Sport- und Freizeitzentrum: Das werde von den Willichern kaum genutzt, es gebe dort Angsträume, und das Gelände sei „verschmuddelt“, sagt Guido Görtz. Man wolle den Bürgern das Areal nun „zurückgeben“. Daher soll nun gemeinsam mit den Willichern überlegt werden, wie der Park aufgewertet werden kann. Erste Ideen hat die Union schon: ein Stadtstrand mit Beachvolleyball- und Boulefeld, ein kleiner Kiosk, eine Sprayer-Wand an der Skate-Anlage beispielsweise. Auch das Äußere der Jakob-Frantzen-Halle könne eine Überarbeitung gebrauchen. Ab Frühjahr soll es schrittweise vorangehen, und es soll auch Workshops mit Bürgern geben.