CDU-Fraktion will „Tiny Häuser“ in Willich ermöglichen

Willich : CDU-Fraktion will „Tiny Häuser“ ermöglichen

Sich verstärkt dem Thema Wohnen widmen und dabei auch neue Wege gehen zu wollen, hat die Willicher CDU schon vor einiger Zeit angekündigt. Nachdem man sich mit seinem strategischen Partner, den Grünen, bereits für eine zweite Klimaschutzsiedlung, in der vermehrt auch bezahlbarer Wohnraum in Mehrfamilienhäusern entstehen soll, stark gemacht hat, will die Union nun das Thema „Tiny Häuser“ angehen.

Die CDU-Fraktion hat daher den Antrag gestellt, dass die Stadtverwaltung prüft, ob für solch kleine Eigenheime in Willich überhaupt Bedarf besteht und inwieweit durch Anpassungen des Baurechts die Nutzung solcher Häuser erleichtert werden kann.

Die „Tiny Häuser“ kommen ursprünglich aus den USA und sind kleine, meist aus Holz bestehende Wohnmöglichkeiten, die zudem oft auf einem Fahrgestell montiert und daher mobil sind. In der Regel bieten sie eine Wohnfläche von 15 bis rund 40 Quadratmeter. „Tiny Häuser“ sind laut CDU eine günstige und nachhaltige Möglichkeit, sich – entweder als Eigentümer oder Mieter – Wohnraum zu schaffen. Außerdem böten diese Häuser für die wachsende Zahl von Alleinstehenden, Alleinerziehenden oder Paaren ohne Kinder häufiger ein besseres Angebot als die bislang üblichen Einfamilienhäuser mit 100 Quadratmetern aufwärts. Häufig seien die kleinen Häuser auch günstiger im Unterhalt und hätten einen besseren ökologischen Fußabdruck als große Häuser, so die Willicher CDU in einer Pressemitteiung. „Die meisten Tiny Häuser lassen sich zudem nach eigenen Lebensplänen leicht verändern, erweitern oder auch wieder zurückbauen.“

Barbara Jäschke, Geschäftsführerin der Willicher CDU-Fraktion, sagt: „Das Konzept der Tiny Häuser bietet die Möglichkeit, preiswertes Wohnen zu schaffen, aber auch auf den Wunsch von Menschen zu reagieren, flexibel und minimiert sowie energiearm zu wohnen. Damit werden nicht nur sozial Schwache angesprochen, sondern auch jene Menschen, die sich auch größere Häuser leisten können, aber eben dort nicht wohnen wollen, weil sie ihren CO2-Abdruck klein halten wollen oder überzeugte Minimalisten sind.“

Die CDU-Fraktion hat erfahren, dass komplizierte Bauvorschriften, Genehmigungsvorgaben und Straßenverkehrsordnungen häufig die Realisierung der Tiny Häuser verhindern. Sie möchte daher, dass solche bürokratischen Hindernisse in Willich möglichst gering sind und Tiny Häuser in der Stadt realisiert werden können.

(msc)