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Bürgerbus Schiefbahn: Wenige Fahrgäste, viele Blechschäden

Mitgliederversammlung : Wenige Fahrgäste, viele Blechschäden beim Bürgerbus Schiefbahn

Bei der Mitgliederversammlung des Schiefbahner Bürgerbusvereins wurde Ulrike Ullmann zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie folgt auf Ernst Kuhlen, der nicht mehr zur Wahl antrat.

Corona-Zeit ist nicht Bürgerbus-Zeit: Das wurde auf der Mitgliederversammlung des Bürgerbusvereins Schiefbahn im Hubertuseck deutlich. In Zahlen ausgedrückt: Seit September 2019 wurden gerade einmal 3822 Menschen mit dem Bürgerbus in Schiefbahn befördert. Der Verein möchte sich deshalb gezielt im Rahmen einer Info-Veranstaltung in der Kulturhalle an die Seniorinnen und Senioren im Ort wenden. Aber da gibt es noch ein weiteres Problem: Patricia Ohlenforst-Jakobi, die die Bürgerbusse als Mitarbeiterin der Stadt managt, beklagte die vielen Blechschäden: Die Bürgerbusse in Tönisvorst, Willich, Schiefbahn und Anrath seien in diesem Jahr insgesamt bereits in zehn Unfälle verwickelt gewesen, diese Zahl müsse deutlich reduziert werden.

Nein, es ist nicht gefährlich, Bürgerbus zu fahren. Es handelte sich bei den Unfällen um Blechschäden, zumeist auf der rechten Seite des Busses, verursacht oft dadurch, dass das Lenkrad zu früh eingeschlagen wurde. Patricia Ohlenforst-Jakobi kündigte deshalb ein Fahrsicherheitstraining für alle Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer in Schiefbahn an. Das solle Ende dieses Jahres beziehungsweise Anfang 2022 stattfinden.

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Ernst Kuhlen gehörte zu den Initiatoren des Bürgerbusvereins und war bis Donnerstagabend Vorsitzender. Er stand nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Seine Nachfolgerin ist die 61-jährige Ulrike Ullmann – sie war bislang Zweite Vorsitzende. Ernst Kuhlen erklärte, er wolle noch einmal für weitere drei Jahre den Vorsitz des Heimatvereins Willich übernehmen und müsse deshalb beim Bürgerbusverein kürzertreten. Anders als ursprünglich geplant, ließ er sich jetzt auch nicht zum Zweiten Vorsitzenden wählen. Diesen Posten übernahm Jürgen Weiler, der Wagenmeister bleibt. Zum Zweiten Wagenmeister wurde Hans-Ulrich Drepper gewählt. Franz-Josef Stapel bleibt Pressewart, Björn Falk wurde als Beisitzer für Werbung im Amt bestätigt. Die neuen Kassenprüfer heißen Karin Göb und Udo Sieben.

Der Bürgerbus stand lange Zeit ungenutzt herum, und es hatte seit Ausbruch der Pandemie auch kaum Veranstaltungen für die Vereinsmitglieder gegeben. Jetzt werden ein Oktoberfest am 4. September und ein Weihnachtsfest am 3. Dezember geplant. Ob diese Veranstaltungen stattfinden können, hängt von der weiteren Entwicklung der Inzidenzzahlen ab.

Ernst Kuhlen ließ seine Zeit als Vorsitzender Revue passieren und lobte die Wagenmeister: „Sie haben so viel Zeit mit dem Bus verbracht, da könnte manch eine Freundin neidisch werden.“ Er versprach nicht nur, Bürgerbusfahrer zu bleiben, sondern bei Problemen auch umgehend mit Bürgermeister Christian Pakusch (CDU), der übrigens sein Schwiegersohn ist, zu sprechen. Trotz der schlechten Zahlen aufgrund der Pandemie ist Kuhlen vom Projekt „Bürgerbus“ nach wie vor überzeugt.