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Brotzeit am Montag beim Schützenfest in Willch

Das ASV-Schützenfest in Willich : Mit Ausnahmesituation sehr gut klar gekommen

Seit Sonntag, 13.55 Uhr, hat der ASV Willich einen neuen König. Bei der traditionellen Brotzeit am Montag berichtete König Wolfgang III. Dille von seinen ersten Stunden an der Spitze des Regimentes.

„Wenn Du anfängst am Regiment vorbei zu gehen – das ist wie Adrenalin, das hätte ich nicht gedacht. Vorher tun Dir die Füße weh, aber das vergisst Du in dem Moment“ – der neue ASV-Schützenkönig Wolfgang III. Dille war am Montagmorgen bei der Brotzeit mit musikalischem Frühschoppen, gespielt von den „Kleinenbroichern“, hörbar begeistert von den ersten knapp 24 Stunden seiner Amtszeit.

Ein dickes Lob richteten er und seine Frau Petra II. an ihren Königszug, „da simmer dabei“, in dem Sohn Matthias aktives und der König selber passives Mitglied ist: „Es war uns wichtig, die jungen Leute aus dem Zug einzubinden und sie unterstützen uns sehr gut“, meint das Königspaar einstimmig.

Viel Unterstützung sei auch aus der eigenen Familie mit den Töchtern Kristina mit Ehemann Jan und Annika sowie Sohn Matthias und Freundin Giovanna gekommen. Die älteste Enkelin des Königspaares, die fünfeinhalbjährige Mascha, durfte zur Brotzeit mit Oma und den Frauen des ASV-Vorstands in das Zelt einziehen und war dann sofort auf Opas Arm zu finden.

Besonders beeindruckt habe ihn auch die Unterstützung der Nachbarn bei der Vorbereitung wie Rosendrehen und Schmücken der Straße, erzählte der neue König: „Alle haben mitgemacht – man kannte sich zwar, weil alle lange Jahre hier wohnen, aber jetzt ist es eine richtige Gemeinschaft geworden“, so der König. Viele Familien, die aus anderen Städten nach Willich gezogen sind, hätten die Tradition jetzt kennengelernt und seien begeistert dabei gewesen.

Das Königspaar wird begleitet von den Ministerpaaren Siegfried und Hildegard Gaubitz sowie Michael und Tanja Maaßen.

Am Montagvormittag hatte der König dann auch eine traditionelle Pflicht zu absolvieren: Die Vogelträger kamen mit den Resten des Holzvogels zu ihm und boten den Rückkauf an – mit dem ausgehandelten Erlös waren sie sehr zufrieden. Generell spielt die Unterstützung des Schützen-Nachwuchses im ASV eine wichtige Rolle – so hatten sich Vogel- und Armbrustträger schon am Freitagabend bei der Eröffnung über ein Geschenk freuen können: Ex-König Klaus Caris (2016) hatte beiden Gruppen je 500 Euro aus den Geschenken anlässlich seines Königsjahres gestiftet.

Insgesamt waren die ASV-Verantwortlichen am Montagvormittag sehr zufrieden mit dem bisherigen Ablauf des Festes. Schon am Sonntagabend im Zelt hatte Präsident Joachim Kothen die Schützen für ihre akkurate Aufstellung bei der Abendparade sehr gelobt und er wurde von seinem Bruder und ASV-Vorstandsmitglied Jürgen Kothen am Montag unterstützt: „Wir sind mit der Ausnahme-Situation sehr gut klar gekommen“ – denn die Paraden hatten bekanntlich erstmals auf der Bahnstraße stattgefunden. „Es war ein tolles Bild, eine so lange Front zu haben“, so Jürgen Kothen weiter – nichtsdestotrotz freue sich der ASV, wenn im kommenden Jahr die Paraden wieder auf dem Markt stattfinden können: „Die Atmosphäre vor der Kirche St. Katharina mit der Aufstellung der Schützen ist unvergleichlich“, betonte er.

Gelächter gab es im Zelt, als der Protokollchef von zwei Fundstücken berichtete, die die Besitzer abholen könnten: Ein Schützenhut habe sich auf dem Kirmesplatz gefunden, ein anderer im Raum eines Kreditinstitutes in Willich. Es bleibt abzuwarten, ob die Auslösekosten nicht höher sind als der Kauf eines neuen Hutes…

Montagnachmittag gab es dann noch einen Termin, der dem König sehr wichtig war: Er besuchte die Bewohner des DRK-Seniorenhauses in Moosheide zum Kaffee – und brachte mit Unterstützung der Bäckerei Greis Kuchen zu den Senioren.

Nach der Abschlussparade am Montagabend steht am Dienstag für den König noch der Bummel über die Kirmes mit einer freien Fahrzeit für die in Willich lebenden Flüchtlinge an. „Wichtig für alle Besucher ist, dass der Familientag auf der Kirmes erst um 14 Uhr beginnt. Dann öffnen die Fahrgeschäfte“, gibt ASV-Vizepräsident Klaus Caris allen einen Hinweis.