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Stadt Willich: Blaue Tonne: Kaum Probleme

Stadt Willich : Blaue Tonne: Kaum Probleme

In dieser Woche wurden die blauen Altpapiertonnen in Willich erstmals vom neuen Entsorgungsunternehmen Alba abgeholt. Sowohl die Firma als auch die Stadt sind mit dem Start der Altpapierabfuhr zufrieden.

Der Stadtteil Neersen war zu Beginn dieser Woche so etwas wie der Probelauf für die Firma Alba. Das Entsorgungsunternehmen ist seit diesem Jahr mit der Altpapierabfuhr in der Stadt Willich betraut und hat in dieser Woche erstmals die Tonnen eingesammelt. Neersen machte dabei den Anfang. "Es hat alles geklappt", berichtet Michael Asal, Geschäftsführer der Alba West GmbH, einer Tochter des bundesweit tätigen Entsorgungsunternehmens mit Sitz in Berlin.

Für Alba ist die Übernahme eines neuen Bezirks freilich nichts Ungewöhnliches. "Insofern haben wir in dieser Sache eine gewisse Routine", meint Asal. Dennoch habe jeder Bezirk gewisse Besonderheiten, die man beachten müsse. Nicht umsonst hat man sich gut vier Wochen Vorbereitungszeit beim neuen Altpapierentsorger genommen, um die Abfuhr in Willich vorzubereiten — offenbar mit Erfolg.

Keine Gerke-Konkurrenz

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Müllentsorgung komplett neu ausgeschrieben. Die Firma Alba sicherte sich die Altpapierabfuhr. Der bisherige Entsorger, die Firma Gerke aus Tönisvorst, beteiligte sich gar nicht erst an der Ausschreibung. Stattdessen plante Gerke zunächst, in Konkurrenz zur städtischen Abfuhr ab Jahresbeginn eine gewerbliche Altpapiersammlung zu organisieren. Kurz vor Weihnachten aber kündigte das Unternehmen den vollständigen Rückzug von der Altpapierabfuhr an. Der Stadt, die zuvor vehement bei den Bürgern für die Abfuhr in den neuen blauen Tonnen geworben hatte, blieb programmierter Ärger zu Beginn dieses Jahres erspart.

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So fällt eine erste Bilanz zur neuen Altpapierabfuhr in der Verwaltung auch zufriedenstellend aus. "So eine Umstellung ist immer mit Problemen verbunden", sagt Maria Feiter, Geschäftsbereichsleiterin Zentrale Finanzen. "Wir hatten aber keine gravierenden Schwierigkeiten." Der Wechsel von der bisherigen grünen zur neuen blauen Tonne sei beinahe reibungslos verlaufen. Lediglich einige Bürger hätten sich inzwischen gemeldet und eine andere Tonnengröße verlangt. Das liege zum Teil daran, dass manch einer in Wahrheit eine andere Tonne benutze — beispielsweise nach einem Tausch mit dem Nachbarn — als die bei der Stadt registrierte. Die war aber ausschlaggebend für die Zuteilung der blauen Tonne. "In diesen Fällen bessern wir nach, wobei noch einmal gesagt sei, dass die Größe der Tonne keinen Einfluss auf die Müllgebühren hat", erklärt Feiter.

In diesen Tagen läuft auch der Austausch der grauen Restmülltonnen an. "Wir gehen davon aus, dass wir auch dabei kaum Probleme haben werden", so Feiter. Der Austausch wird nötig, weil die Stadt Willich im Zuge der Neuausschreibung dazu übergegangen war, für alle Bereiche der Müllentsorgung eigene Tonnen anzuschaffen.

(RP)