Ausstellung "Sei inspiriert" in der Galerie Lenkas Refinement Studio in Wilich

Ausstellungseröffnung : Dynamische Malerei trifft Fotografie

In der noch jungen Galerie Lenkas Refinement Studio in Willich eröffnet am Sonntag, 17. November, eine Kunstausstellung. Der Titel lautet „Sei inspiriert“.

Peter Plorin ist ein mehrfach preisgekrönter Fotograf, Sandra Thissen stellt erstmals öffentlich aus. Triebfeder für die Begegnung von langjähriger Erfahrung und Neubeginn ist Lenka Mikesova. Die quirlige Tschechin eröffnete im Juli die Galerie Lenkas Refinement Studio in Willich als Ort, in dem sie ihre Liebe für Dekor und Kunst lebt.

Am 17. November eröffnet sie an der Kreuzstraße 21 die vorweihnachtliche Kunst-Schau „Sei inspiriert“. Die Hausherrin stellt in Nachbarschaft ihrer Gäste aus, zu denen neben Plorin und Thissen die Willicher Künstlerin Irene Buber und Rodja Bäumer zählen. In der Gemeinschaft des Quintetts gibt die Präsentation einen kräftigen Farb­impuls vor, und das ist so beabsichtigt. „Wir wollen mehr Farbe in die Straße und Freude in die graue Winterzeit bringen“, sagt Mikesova.

Sie selbst ist in der Kreativität zweigleisig unterwegs. In Auftragsarbeiten bringt sie Kundenwünsche und die malerische Reaktion auf ein vorgefundenes Umfeld zusammen. Dabei arbeitet sie gerne auch mit motivischen Bezügen. Doch in der unabhängigen Gestaltung bevorzugt sie die Abstraktion, gerne auch kombiniert mit Glitzer. „Ich liebe die Freiheit und darum die Abstraktion“, schwärmt sie. In der Pouring-Technik etwa legt sie sich nur bei den Farben fest und lässt diese mit der Bereitschaft zum gelenkten Zufall über ein Kippen und Wenden des Bildträgers frei laufen. In handgemalten Grußkarten bietet Mikesova für jedermann erschwingliche Unikate an.

Hobbymalerin Sandra liebt offensichtlich ebenfalls kräftige Farbtöne, die sie in geschwungenen Bahnen anlegt. Eine Vorliebe für kräftige Akzente beweist Rodja Bäumer in abstrakter Malerei. Irene Buber ist in diesem Punkt stiller, verhaltener. Sie stimmt Malerei und collagierte Fundstücke im Ton aufeinander ab. In Exponaten zur zeitlichen Funktion kombiniert die Willicherin die Eigenschaft einer Uhr mit symbolisch aufgeladener Malerei. So spielen sich ergänzend zum pragmatischen Vorgang die Themen Zeitfluss und Vergänglichkeit ein. Plorin zeigt recht unterschiedliche Aspekte seiner Fotografie, wie etwa ein Beispiel aus der Serie der U-Bahn-Stationen in einer aufwändig inszenierten Verfremdung. Großformatige Impressionen einer irischen Landschaft und der Stadt New York strahlen eine geheimnisvolle Atmosphäre aus. „Ich versuche den Moment eines mystischen Gefühls in die Bilder zu transportieren“, sagt Plorin.

Für die Eröffnung am 17. November, 13 bis 18 Uhr, verspricht Mikesova ein interaktives Programm. Die Künstler werden über ihre Arbeiten sprechen. Bei hausgemachtem Kuchen und Glühwein sollen die Besucher Zeit zum Stöbern haben.

Mehr von RP ONLINE