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Stadt Willich: Arbeitskreis für Frischküche

Stadt Willich : Arbeitskreis für Frischküche

Wie kann es gelingen, Schülern an Ganztagsschulen gutes, preiswertes und leckeres Essen anzubieten? Das Konzept einer Frischküche für die Versorgung der Schüler in ganz Willich beschäftigte jetzt den Schulausschuss.

Generell möchten alle Willicher Parteien die vor wenigen Wochen aufgekommene Idee, eine eigene Frischküche für die Mittagessen-Versorgung an allen Willicher Schulen zu bauen, umsetzen. Diese Küche soll zwischen dem St. Bernhard-Gymnasium und der Willi-Graf-Realschule in Schiefbahn gebaut werden, dazu soll dort eine Mensa für beide Schulen entstehen. Das Konzept hatten Eltern- und Schülervertreter bereits vorgestellt (RP berichtete).

Das Interesse ist groß

Die Stadt hatte für die Diskussion weitere Informationen zusammengestellt, die zeigen, dass das Interesse an dem Projekt groß ist. Es gab einen Antrag der SPD, die direkt einen Beschluss zum Bau einer gemeinsamen Mensa zwischen St. Bernhard-Gymnasium und Realschule haben wollte, sowie eine Anfrage der CDU zu mehreren Aspekten der Planung. Darin ging es um bauliche Aspekte ebenso wie um die Risiken, wenn die wirtschaftlichen Erwartungen des Betreibers nicht eintreten sollten.

In einem Schreiben an die Verwaltung hat mittlerweile auch das Lise-Meitner-Gymnasium mitgeteilt, dass es zwar nicht sinnvoll wäre, dort auch eine Frischküche einzurichten, aber die Schulleitung hält es für wünschenswert, dass der Mensa-Betreiber das Anrather Gymnasium mit frisch gekochten Speisen beliefert und dazu in der schuleigenen Mensa als Ergänzung beispielsweise eine Salatbar angeboten wird. Auch die Johannesschule möchte von einer solchen Kochmensa profitieren, so Rektorin Karin Kirchmair in einem Brief an die Stadt. Für die Schule sei es interessant, dass ein Integrations-Betrieb als Betreiber im Gespräch ist, weil die Schule gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder anbietet und für die Schüler berufliche Perspektiven sucht.

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Die Technische Beigeordnete Martina Stall, die derzeit auch die Position der Schuldezernentin ausübt, erklärte zum weiteren Vorgehen, dass die Verwaltung die Schulkonferenzen um eine Stellungnahme gebeten habe. Sollten beide dafür sein, dann wäre ein Arbeitskreis sinnvoll. "Aber die Schulkonferenzen müssen das förmlich beschließen", so Stall. Am Ende der Diskussion einigten sich zumindest die Politiker im Schulausschuss schon einmal auf die Gründung eines Arbeitskreises. Angestrebt wird ein schnelles und effizientes Konzept für eine Mensa, die nicht nur die beiden benachbarten Schulen in Schiefbahn, sondern auch die anderen weiterführenden Schulen mit Ganztagsbetrieb in der Stadt Willich berücksichtigt.

Realschul-Konrektorin Gabriele Boss fragte an, ob die rechtlichen Bedenken der Schule bezüglich der Versicherung der Schüler auf dem Weg zur Mensa geklärt seien. Die Stadt habe mit dem Versicherer gesprochen, so Stall, von dessen Seite gebe es keine Einwände. Hella Stall, Vorsitzende der Schulpflegschaft am St. Bernhard-Gymnasium, dankte Politik und Verwaltung für die generelle Zustimmung zum Anliegen der Schule.

(RP)