Antrag des ASV: Fußgängerampel in Alt-Willich soll grüne und rote Schützen zeigen

Ampelmännchen : Fußgängerampel in Alt-Willich soll grüne und rote Schützen zeigen

Positiv nahmen die Mitglieder des Planungsausschusses einen Antrag des ASV Willich zur Kenntnis – zuständig für die Entscheidung ist allerdings formal der „Bürgermeister als Behörde“. An diesen wurde die Angelegenheit verwiesen.

Der ASV hatte beantragt, die Scheiben der Fußgängerampeln an einer Ampel im Alt-Willicher Stadtgebiet neu zu gestalten: Statt der bisherigen roten und grünen „Männchen“ sollen „Schützen-Ampelmännchen“ – die ein Gewehr über der Schulter tragen wie bei einer Parade – eingefügt werden. ASV-Präsident Joachim Kothen, der für eine Stellungnahme in die Sitzung gekommen war, erklärte, damit greife die Stadt bildlich die Bedeutung des Schützenwesens in Willich auf. Diese sei in allen Stadtteilen gegeben, der ASV sei mit rund 1200 Schützen aber die größte Schützenorganisation. Das Schützenwesen sei auch ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Mit der Umsetzung signalisiere die Stadt: „Ihr seid uns wichtig.“ Außerdem gebe es bereits an der Kolpingschule eine Ampel, die mit den bekannten „Ost-Ampelmännchen“ ausgestattet sei, so Kothen sinngemäß. Karl-Heinz Koch (FDP) wollte wissen, ob auch andere Stadtteile die Schützen-Ampelmännchen bekommen könnten und wer für die neue Ausstattung zahle. Der Beigeordnete Gregor Nachtwey erklärte, die neue Darstellungsform wäre möglich und auch nicht zwangsläufig auf eine Ampel beschränkt. Die Verwaltung müsse aber noch die straßenverkehrsrechtlichen Fragen und die Vorgaben aus dem NRW-Verkehrsministerium klären – daher könne er nur im Konjunktiv sprechen.

Das rechtliche Thema und die Kosten sind zu klären – über die Frage, wer dann zahlt, muss der Planungsausschuss entscheiden. Grafik: Ferl

(djm)
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