Stadt Willich: Anschluss Münchheide: Stau bis 2023

Stadt Willich: Anschluss Münchheide: Stau bis 2023

Jetzt sind die Bürger gefragt: Die Bezirksregierung hat die Offenlage der Pläne für den Umbau der Autobahnauf- und -abfahrt Münchheide der A44/L26 eingeleitet. Die Arbeiten sollen Anfang 2020 beginnen.

Wer sich regelmäßig zum Feierabend über 20 Minuten vom Gewerbegebiet Münchheide/Stahlwerk Becker zur Anschlussstelle Münchheide "steht" oder morgens nur im Schneckentempo aus Richtung Tönisvorst zur Autobahn nach Düsseldorf kommt (die dann auch oft noch "dicht" ist), blickt mit Hoffnung auf dieses Bauprojekt: den Ausbau der L26 mit neuen Zu- und Abfahrten auf die A44 an der Anschlussstelle Münchheide.

Die Bezirksregierung macht jetzt den nächsten Schritt im Bebauungsplan-Verfahren für den Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle: die "Offenlage" der Pläne. Dabei können die Bürger die Planungen der Bezirksregierung beziehungsweise des Landesbetriebs Straßen.NRW einsehen und kommentieren. Bürger können die Unterlagen im Technischen Rathaus einsehen und Einwendungen schriftlich dann noch bis zum 16. Juli einreichen.

Das Projekt hat mehrere Stufen: Grundsätzlich wird eine Strecke von rund 1400 Metern der L26 bearbeitet. Beginn ist auf der Tönisvorster Seite der Kreuzung Kempener und Aachener Straße/Beckerhöfe, Ende auf der Willicher Seite der Kreuzung Kempener/Anrather Straße. Dieses Stück wird "voll ausgebaut", um eine effektive Entspannung der Verkehrssituation zu bringen. Die L 26 wird in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen jeweils zweispurig.

Dafür muss allerdings die Brücke der A44 als erstes abgerissen werden, weil die darunterliegende Durchfahrt zu schmal für eine vierspurige Landstraße ist. Also muss eine neue Brücke mit breiterem Durchlass gebaut werden.

Außerdem werden die Abfahr-Möglichkeiten von der A44 verbessert: Dort stauen sich auf beiden Seiten die Links-Abbieger in Richtung Tönisvorst. Als Lösung soll es je eine zweispurige Links-Abbiegemöglichkeit auf der westlichen und auf der östlichen Seite geben.

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Erst wenn die Anschlussstelle ausgebaut ist, beginnen die Verbreiterungs-Arbeiten auf der Landstraße. Die Fahrspur der L 26 in Fahrtrichtung Kempen wird vor der Kreuzung Anrather Straße zweispurig - und hinter der Kreuzung Aachener Straße in Richtung Tönisvorst wieder einspurig. Dazu werden an der Kreuzung Beckershöfe/Kempener/Aachener Straße die Links-Abbiegestreifen verlängert.

Der Knackpunkt Anrather Straße/ L 26 wird ebenfalls ausgebaut: An der Ampel gibt es am Feierabend wegen der zahlreichen Links-Abbieger in Richtung A 44 häufig lange Rückstaus bis zum Kreisverkehr Siemensring und darüber hinaus. Abhilfe soll eine zweispurige Links-Abbiegemöglichkeit schaffen.

Nach Ablauf der Frist für die Einwendungen am 16. Juli werden die Anregungen und Einwendungen der Bürger bearbeitet und erörtert. Das Planfeststellungsverfahren soll Ende 2019 enden, Anfang 2020 sollen die Arbeiten beginnen und Ende 2023 die Verkehrsfreigabe erfolgen. Die Kosten: 9 Millionen Euro.

Eine Zahl: Derzeit nutzen täglich 18 000 Autos die L 26, die Experten rechnen mit einem Anstieg auf 23.000 Autos täglich.

(djm)