Anrath soll attraktiv bleiben

Zentrum : Anrath soll attraktiv bleiben

Getreu dem Motto „Was schön ist, soll auch schön bleiben“ setzt sich der Werbering Anrath für seinen Heimatort ein. Nur wenn alle mitmachen, bleibt die Innenstadt attraktiv.

Der Neubau zwischen der Volksbank und der Adler Apotheke am Anrather Markt steht und sorgt optisch für eine gelungene Verbindung zwischen den beiden Bauwerken. Auf der anderen Seite ruft er aber auch Unmut bei den Anrather Bürgern, allen voran dem Werbering Anrath hervor. Die Spuren der Bautätigkeit sind nämlich noch deutlich zu sehen. Der gepflasterte Boden vor dem Neubau ist mit Mörtel verunreinigt, und der Laternenmast vor dem Haus weist Sachbeschädigung in Form von Abschrammungen auf, die aufgrund der Höhe auf Baufahrzeuge schließen lassen.

„Das ist kein schöner Anblick, wenn man dort vorbeigeht, und das ist schade, da alles so gelungen ist“, sagt Heinrich Stevens, dessen Ladenlokal sich genau gegenüber befindet. Froh ist man beim Werbering indes, dass das Bushaltestellenhäuschen vor der Adler Apotheke von Seiten der Stadt repariert wurde. Die Scheibe an der Rückseite der Überdachung war ebenfalls durch die Bauarbeiten beschädigt worden und stellte über Wochen eine Gefahrenstelle da.

Nachdem sich der Werbering an die Stadt gewendet hatte und nichts geschah, schaltete sich der Anrather Ratsherr Dieter Lambertz ein, und es kam zu einer Reparatur. „Bei Problemen können sich alle Bürger an die jeweiligen Ratsherren wenden. Dafür sind wir da. Auf dem kleinen Dienstweg gehen wir Problematiken an“, sagt Lambertz.

Er informierte die Stadt Willich auch nochmals darüber, dass an der Bank vor dem Geldinstitut das Mittelteil fehlt, wobei sich hier die Frage stellt, wie es zu der Demontage kam. „Wir werden uns den Laternenmast nochmals anschauen und schauen, ob eventuell eine neue Beschichtung reicht oder er ausgetauscht werden muss. Beim Mörtel haben wir bereits den Architekten angesprochen und um Beseitigung gebeten. In Sachen der Bank ist es leider so, dass es keine Ersatzteile mehr gibt und das gleiche Modell nicht mehr lieferbar ist“, informiert der Technische Beigeordnete Gregor Nachtwey. Die Stadt hat so das Nachfolgemodell bestellt. Allerdings müssen die Bürger noch ein wenig mit der Bank ohne Mittelteil leben. Die Lieferzeit für die neue Bank beträgt acht Wochen.

Ein weiteres Problem der anderen Art stellt sich am Anrather Markt ein. Die deutlich erhöhte Aufenthaltsqualität zieht Menschen an, darunter auch viele jüngere Bürger. Das ist gewollt, aber weniger wünschenswert sind die Hinterlassenschaften in Form von achtlos auf die Straße geworfenem Müll und Zigarettenstummeln. Wobei eigens Mülleimer vor Ort vorhanden sind und einer sogar mit einer speziellen Vorrichtung ausgerüstet ist, an der die Zigaretten ausgedrückt und hineingeworfen werden können.

Lambertz setzt generell auf eine vernünftige Ansprache, wenn ein Problem samt Verursacher ersichtlich ist. „Ich kann immer wieder feststellen, dass eine freundliche Ansprache, gekoppelt mit Eigeninitiative – das heißt, sich gegebenenfalls auch mal selber bücken und den Pizzakarton in den Mülleimer werfen – hilft“, sagt der Ratsherr. Man habe einen schönen Ortskern, und wenn alle darauf achten würden, dann bliebe er auch schön.

Zusammen mit Stevens machte er sich jetzt ein Bild über den aktuellen Zustand am Anrather Markt und wurde dabei direkt auf ein weiteres Problem aufmerksam gemacht. Einer der Anwohner wies darauf hin, dass der Platz teilweise bis weit nach Mitternacht von Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt wird. „Es ist teilweise sehr laut. Die Jugendlichen spielen immer mal wieder Fußball gegen die Wände, und oft ist es so, dass der Platz morgens sehr vermüllt ist“, berichtet der Anwohner. Er denkt, dass der Platz dort stark frequentiert ist, weil Wlan angeboten wird. Sein Vorschlag lautet so, das Wlan nach 22 Uhr abzustellen, damit auf dem Anrather Markt in den späteren Abendstunden mehr Ruhe einkehrt. Ein Vorschlag, den Lambertz aufgriff und mit in die nächste Sitzung des entsprechenden Ausschusses nehmen will.

Lambertz verwies zudem auf den städtischen Ordnungsdienst, der erst kürzlich aufgestockt wurde. Die Mitarbeiter sind in ganz Willich anzutreffen und stellen ebenfalls einen Ansprechpartner für die Bürger dar.

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