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Stadt Willich: Anrath: Glasverbot weitgehend eingehalten

Stadt Willich : Anrath: Glasverbot weitgehend eingehalten

- "Ein Kompliment an die jungen Leute, die haben es kapiert, dass sie sich nur selbst gefährden, wenn sie anschließend ebenfalls durch die Scherben laufen", sagte in seinem Fazit des 48. Anrather Tulpensonntagszuges Willichs Ordnungsamtsleiter Martin Zinnel. Er meinte damit das erneute Glasflaschenverbot im Anrather Zentrum. Die Menge der einbehaltenen Glasflaschen sei gegenüber dem Vorjahr stark zurück gegangen, Zinnel: "Im Vorjahr war es etwa zehn große und volle Mülltonnen, diesmal nur etwas mehr als die Hälfte."

"Auch die starke Präsenz der Polizei hat mir sehr gut gefallen, neben den vielen Absperrungen und verkehrslenkenden Maßnahmen vom Bauhof und von unserem Geschäftsbereich Landschaft und Straßen", ergänzte Zinnel. Allein 34 Polizisten waren präsent, neben zwölf Mitarbeitern des Ordnungsamtes, 15 privaten Security-Mitarbeitern und über ein Dutzend DRK-Kräften. Wie angekündigt, gab es in diesem Jahr besondere Sicherheitsvorkehrungen: So standen am Ende von Schottelstraße und Viersener Straße jeweils zwei mit Sand beladene Fahrzeuge des Bauhofes, ein Unimog und ein Wechsellader. Sie sollten verhindern, dass Lkw bei einem Attentat in die Menschenmenge fahren.

In Absprache mit dem neuen Chef der Willicher Polizeiwache, Ingo Hoppermann, stellte Martin Zinnel weiter fest, dass es für die Hilfs- und Sicherheitskräfte ein den Umständen entsprechend normaler Umzug war, den an den Straßenrändern über 20.000 Menschen erlebten hätten. Die Polizei musste früh ran, denn bereits gegen 9.30 Uhr setzte sich am Sonntag ein Zug mit rund 1.300 jungen Leuten von Alt-Willich in Bewegung. Sie wurden sicher bis zur Donk und zu den Kontrollstellen geführt.

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Natürlich gab es wieder einige Vorkommnisse. So mussten 22 hilflose Personen in der DRK-Aufnahmestation an der Anrather Begegnungsstätte aufgenommen werden. Bis zum späten Nachmittag gab es größtenteils aufgrund von Volltrunkenheit sieben Transporte zu den benachbarten Krankenhäusern. Dazu Zinnel: "Viele Kinder und Jugendliche, die nicht mehr Herr ihrer Sinne waren, waren jünger als in den vergangenen Jahren, jetzt meist zwischen 13 und 15 Jahre alt." Drei junge Leute, die randalierten, wurden vorübergehend festgenommen. Nach Aufnahme der Personalien in der Polizeiwache wurden sie aber wieder entlassen.

(wsc)