1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Anrath: Gemeinschaftsaktion "Wir leuchten im Dorf" zu St. Martin

Gemeinschaftliche Aktion „Wir leuchten im Dorf“ : Laternen bringen St. Martin nach Anrath

Mit einer gemeinschaftlichen Aktion bringen das Jugendzentrum Titanic, die katholische Kirchengemeinde, das St.-Martinskomitee, der Werbering und die beiden Grundschulen in Anrath allen Bürgern St. Martin näher. Für 14 Tage heißt es „Wir leuchten im Dorf“.

Was tun, wenn es keinen Martinszug in Anrath gibt, keine Laternen zu sehen sind und die Martinsszene nicht erlebt werden kann? Diese Frage stellten sich auch die beiden Grundschulen in Anrath. Seit Wochen wurden in der Gottfried-Kricker-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule Laternen gebastelt. Alle wünschten sich eine Möglichkeit, ihre Kunstwerke zu zeigen. „Die katholische Grundschule trat an mich heran und fragte, ob man nicht etwas machen könnte, damit St. Martin doch ein Stück weit in Anrath lebendig wird“, berichtet Stephanie Graßhoff.

Die Gemeindereferentin der GdG Willich, die in der Anrather Gemeinde im Einsatz ist, hatte die Idee, die Laternen in den Geschäften des Anrather Einzelhandels auszustellen. Der angesprochene Anrather Werbering zeigte sich begeistert. 30 Unternehmen orderten Laternen. Damit aber nicht genug. Die Idee, die Fackelausstellung mit einem Rätsel und kleinen Preisen zu kombinieren entstand. Das St.-Martinskomitee Anrath und das Jugendfreizeitheim Titanic stiegen mit ins Boot. Unter dem Motto „Wir leuchten im Dorf“ hat man nun gemeinsam eine einmalige Aktion ins Leben gerufen.

  • Mitglieder der Fackel-AG des Kempener Gymnasiums
    Thomaeum in Kempen : St. Martin: Schule wird zur Riesenfackel
  • Die Kinder der Klasse 1a der
    Kaarster Grundschüler verschenken Windlichter : Besonderer Martinszug zum Hospiz
  • Seit Jahrzehnten erhalten die Lintorfer Kinder
    Der erste Martinszug in Lintorf : Erster Lintorfer Martinszug zog vor 90 Jahren durch die Straßen

Die in den beiden Grundschulen gebastelten Laternen gehen derzeit in die Geschäfte und sind dort ab Donnerstag inklusive der Rätselfragen zu sehen. „Wobei jede Klasse selber entschieden hat, welche Laternen ausgestellt werden sollen“, informiert Ramona Vietoris, kommissarische Schulleiterin der Gottfried-Kricker-Schule. Für die Fragen stellte Graßhoff 30 bunte Plakate in der Größe von 40 mal 40 Zentimeter aus Tonpapier her, auf denen jeweils eine große Laterne zu sehen ist, die eine Rätselfrage beinhaltet. Alle Fragen haben mit St. Martin zu tun.

„Ich habe die Fragen zusammen mit meinen Neffen Max und Jost ausgetüftelt“, erzählt Graßhoff. Da gibt es die Frage, was der Bettler von St. Martin erhalten hat oder wo St. Martin herstammt. Zu jeder Frage gibt es drei Antwortmöglichkeiten. Wer richtig löst, kann den jeweiligen Buchstaben, der zu der Antwort gehört, entsprechend seiner Nummer in die Rätselkarte eintragen. In jedem der teilnehmenden Ladenlokale hängen die Frageplakate von außen gut einsehbar im Schaufenster. Die Rätselkarten erhält jeder Grundschüler vorab in seiner Klasse samt einem vom Martinskomitee gestifteten Weckmann. Zudem sponsert das Martinskomitee die Gewinne für die Rätselaktion. „Wir haben einige Firmen angesprochen und auf diesem Weg genug Spenden erhalten, um uns einbringen zu können“, sagt Michael Dieker, der erste Vorsitzende des Komitees.

Simone Benen-Heyer und ihr Kollege Maik Vanck haben derweil noch alle Hände voll zu tun: Sie bereiten die Basteltüten vor. In jeder der 120 Tüten befinden sich die Bastelanleitung und das -material für St. Martin hoch zu Pferd. Verschiedenfarbiger Tonkarton, Goldbastelpapier und Wolle für die Mähne und den Schweif des Pferdes kommen in die Tüte. Dazu gibt es etwas Süßes für die fleißigen Bastler sowie ebenfalls eine Rätselkarte. „So bieten wir zusätzlichen Bastelspaß und bringen weitere Rätselkarten in den Umlauf“, sagt Benen-Heyer.

Die Laternenausstellung mit den Rätselfragen läuft bis Ende November. Ab Donnerstag leuchten die Laternen nun in den Geschäften.