Missbrauchsprozess in Krefeld: Angeklagter Pfarrer Georg K. verweigert Aussage

Missbrauchsprozess in Krefeld : Angeklagter Pfarrer Georg K. verweigert Aussage

Eigentlich wollte sich Pfarrer Georg K., dem sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird, am heutigen Freitag selbst vor dem Krefelder Landgericht zu den Vorwürfen äußern. Doch auf Anraten seines Anwaltes verweigerte er die Aussage.

Der aus Willich stammende Pfarrer K. soll sein damals elfjähriges Patenkind und dessen achtjährigen Bruder zwischen 2001 und 2006 in insgesamt 26 Fällen sexuell missbraucht haben, so der Vorwurf. Mit seinem Patenkind soll er zudem zweimal Marihuana geraucht haben, einmal soll der Junge alkoholisiert gewesen sein.

Auf Anraten seines Anwaltes Dr. Wilhelm Helms aus Hannover sagte der Angeklagte am Freitag entgegen einer vorherigen Ankündigung nun doch nicht selbst aus. Vielmehr erklärte sein Anwalt, dass der größte Teil der Vorwürfe richtig sei - aber nicht alles.

Helms habe seinem Mandanten geraten, selbst keine Einlassung abzugeben, weil er und sein Mandant nicht genügend Möglichkeit gehabt hätten, sich über die Vorwürfe auzutauschen. Zudem würden Pfarrer K.s Äußerungen eher das Medieninteresse bedienen, und dafür seien weder sein Mandant noch das Gericht zuständig. Das Wesentliche werde sein Mandant in seinem Schlusswort sagen. "Außerdem möchte er es den beiden geschädigten Brüdern ersparen, sich über die Intensität der Handlungen austauschen zu müssen", so der Verteidiger.

(RP)