Altenhilfe Willich feiert 40-jähriges Bestehen

Bestehen : Altenhilfe Willich feiert 40-Jähriges

Im November 1979 wurde der Verein als „Private Altenhilfe 1979“ gegründet. Damals begann die Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Vorsitzender ist Michael Rieve.

An dem großen gerahmten Foto im Eingangsbereich der Begegnungsstätte am Kaiserplatz 1 geht jeder Besucher vorbei, aber noch lange nicht jeder weiß, wer die Person auf dem Foto ist. „Es handelt sich um unseren Ideengeber, den einstigen Gemeindedirektor Emil Merks. Er war es, der den Stein ins Rollen brachte, so dass vor 40 Jahren die Private Altenhilfe 1979, wie sie damals hieß, gegründet wurde“, berichtet  Vorsitzender Michael Rieve, der Vorsitzende der Altenhilfe Stadt Willich 1979. Zusammen mit 16 Mitstreitern gründete Merks den Verein mit dem Ziel,  älteren Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Von der ersten Sekunde an gab es eine große Akzeptanz bei den Bürgern, was sich unter anderem auch in Spenden für den Verein ausdrückte. Neben geselligen Aktivitäten bot der Verein Informationsnachmittage zu verschiedenen seniorenrelevanten Themen an,  und es gab Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen und dergleichen. Schon nach zwei Jahren schaffte der Verein einen ersten Kleinbus an,  und der Mobile Soziale Hilfsdienst rollte an.  1988   übernahm die Altenhilfe die Trägerschaft der Begegnungsstätte der Stadt Willich, die seinerzeit aber noch Altentagesstätte genannt wurde.

Seinen heutigen Namen erhielt der Verein im März 1993. Mit Rita Peitz, die im April 1996 als erste hauptamtliche Geschäftsführerin der Altenhilfe eingestellt wurde, bekam der Verein eine neue Aufstellung, angefangen von der Organisation bis hin zum Ausbau des Mobilen Sozialen Dienstes (MSD). Mit dem ausgebauten MSD erhielten die Willicher Bürger ein Instrument an die Hand, das ihnen den Alltag leichter machte und das Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichte. Das ist bis heute so geblieben. Ob der Zubringdienst zu Tagespflegeeinrichtungen, betreute Fahrten zu Ärzten oder die beaufsichtigende Betreuung von Familienmitgliedern, wenn pflegende Angehörige anderwärtig eingebunden sind – die Angebotspalette ist breit gefächert.

„Gerade in diesem Sektor benötigen wir weitere ehrenamtliche Helfer als auch Personal, damit wir der starken Nachfrage nachkommen können“, sagt Rieve. Ein wichtiges Aufgabenfeld ist nach wie vor die Begegnungsstätte. „Hier sollen sich Menschen, wie es der Name schon sagt, begegnen und das bezieht sich nicht nur auf Senioren. Die Tür steht allen Bürgern jeglichen Alters offen. Mit unseren Angeboten sprechen wir nicht nur Senioren an“, betont Udo Lip, der zweite Vorsitzende der Altenhilfe. Es muss auch niemand Mitglied der Altenhilfe sein, um die Angebote, die von Cora Matthesen geleitet wird, nutzen zu können.

Eine Mitgliedschaft ist nur erforderlich, wenn auf den MSD zurückgegriffen wird. Wobei der Jahresbeitrag bei 30 Euro liegt. Aktuell zählt die Altenhilfe knapp 700 Mitglieder. „Mit den Beiträgen, Spenden als auch projektbezogenen Zuschüssen, die wir erhalten, können wir die Preise bei unseren Angeboten niedrig halten. Man kann den Beitrag als einen Solidaritätsbeitrag bezeichnen“, bemerkt Rieve. In der Begegnungsstätte selber erwartet die Besucher ein wöchentliches Programm mit festen Angeboten als auch sich immer wieder ändernden Zusatzaktivitäten. Die Palette reicht von der Handarbeitsgruppe über das Gedächtnistraining und die Sitzgymnastik bis zum Marktfrühstück. „Sehr beliebt ist unser Ländertag, der jeden zweiten Freitag im Monat in Kooperation mit dem KuKt stattfindet. Am 8. November, ab 14 Uhr, steht diesmal Deutschland im Mittelpunkt“, berichtet Matthesen. Ob Adventsfahrt nach Münster am 10. Dezember – hier gibt es noch freie Plätze –, das gemeinsame offene Singen jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr oder die Heiligabendfeier, in der von der Altenhilfe betriebenen Begegnungsstätte herrscht Leben. Ab dem neuen Jahr bietet die Altenhilfe ihren Mitgliedern indes einen ganz besonderen Service an. Jeden dritten Montag im Monat können Senioren günstig mit in die Stadt fahren. „Wir steuern Krefeld an. Wir stehen dabei nicht nur mit unseren beiden Mini-Vans für die Hin- und Rückfahrt zur Verfügung, sondern bleiben vor Ort. Wir begleiten bei Wunsch und sind während der gesamten Zeit als Ansprechpartner verfügbar“, sagt Peitz.

So können Senioren einmal ganz in Ruhe bummeln und das mit der Gewissheit, dass jemand für sie da ist.

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