Stadt Willich: Aktionskreis "Hand in Hand" löst sich auf

Stadt Willich: Aktionskreis "Hand in Hand" löst sich auf

Der Aktionskreis "Hand in Hand" wird sich auflösen. Das ist das einstimmige Ergebnis der Mitgliederversammlung des Willicher Vereins. Wie befürchtet hat sich kein Nachfolger für Hans Lehmann gefunden, der den Aktionskreis mitgründete und seitdem als erster Vorsitzender fungierte. Er und der zweite Vorsitzende Dieter Porath hatten im Vorfeld der Versammlung angekündigt, den Verein notfalls aufzulösen, falls sich niemand für den Vorsitz anbieten würde. "Leider haben wir keinen Nachfolger gefunden", sagt Lehmann.

Integration behinderter Kinder

Der 1994 offiziell als Verein gegründete Aktionskreis "Hand in Hand" hat sich für die Integration von behinderten Kindern eingesetzt – sei es beim Kindergartenbesuch oder später beim gemeinsamen Schulunterricht. Ausgrenzung verhindern und Berührungsängste sowie Vorurteile abbauen, das war die Maxime der Vereinsmitglieder. "Wir können stolz sein auf das, was wir geschaffen haben", sagt Lehmann. Es gebe mittlerweile in allen Stadtteilen eine integrative Kindertageseinrichtung. Und in der Johannesschule in Anrath werden behinderte und nicht behinderte Kinder ebenso gemeinsam unterrichtet wie an der Hubertusschule in Schiefbahn.

Kaum Bereitschaft zur Mitarbeit

Von den zuletzt 55 Mitgliedern kamen gerade mal zehn zur Mitgliederversammlung. "Es gab zwar immer noch Anfragen an uns, aber nur selten die Bereitschaft, im Verein mitzuarbeiten", sagt Lehmann. Er wird den Verein bis zur offiziellen Auflösung kommissarisch weiterleiten. Das verbliebene Guthaben, rund 1400 Euro, wird an einen gemeinnützigen Zweck gehen. In diesen Tagen soll ein Schreiben des Aktionskreises verschickt werden, in dem sich die Vereinsmitglieder unter anderem bei der Politik in Willich bedanken.

(RP)