Ab kommendem Freitag feiert die St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen ihr 116. Schützen- und Heimatfest – geführt vom Jan Hellwig und Partnerin Henriette Stieger.

Schützenfest : Neue Wege beim Neersener Schützenfest

Ab kommendem Freitag feiert die St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen ihr 116. Schützen- und Heimatfest – geführt vom Jan Hellwig und Partnerin Henriette Stieger.

Die Niersplank wird zur Königsallee: Ab Freitag, 29. Juni, feiern die Schützen der St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen ihr 116. Schützen- und Heimatfest – geführt vom Jan Hellwig und Partnerin Henriette Stieger. Beide sind Neersener durch und durch: Sie sind hier aufgewachsen, die Königin war nur einige Jahre im „Ausland“. Der König arbeitet als Groß- und Außenhandelskaufmann bei den Stadtwerken Willich. Er ist Mitglied im Jägerzug/Wachzug „Gut Schuss 90“. Er habe seit seinem sechsten Lebensjahr kein Neersener Schützenfest verpasst, so der König.

Königin Henriette Stieger wuchs auf dem Ramshof auf. Nach der Ausbildung zur Hotelkauffrau und Studium arbeitete sie zuerst in Köln. Anfang 2016 zog sie zurück nach Willich und ist heute für die Wirtschaftsförderung tätig. Das Königspaar hat seine Residenz im Elternhaus des Königs, eben an der Niersplank. Seit Mitte Juni werkeln die Schützen am Burg-Bau.

Als Ministerpaare begleiten das Königspaar Christian Klöters mit Ingrid Poßberg sowie Oliver und Cornelia Beck. Königsoffizier ist André Ilski. Jungschützenkönigin in Neersen ist Vivien Germann, Kinderkönig ist Simon Stieger.

In diesem Jahr gibt es etliche Neuerungen im Programm. Der Freitag als Auftakt verläuft mit Serenade (19 Uhr im Schlosshof), Fassanstich und großer Party mit Booster ab etwa 21 Uhr im Festzelt im gewohnten Rahmen. Schön für den König: Es wird die wahrscheinlich größte Geburtstagsfeier seines Lebens – am 29. Juni wird er ein bisschen älter.

Schon am Samstag leistet dann die „Neersener Nachbarschaft“ – der Schützenverein Klein-Jerusalem – im wahrsten Sinne des Wortes „Schützenhilfe“: Beide Vereine haben eine gegenseitige Unterstützung vereinbart, und so verstärkt eine Abordnung aus Klein-Jerusalem die Neersener beim Maiensetzen und bei der ersten Parade um 19.30 Uhr auf dem Minoritenplatz.

Das gewohnte Programm findet auch am Sonntagvormittag statt: Die Schützenmesse wird bei gutem Wetter im Schlosshof gefeiert, danach ist Frühschoppen im Festzelt. Eine neue Aufstellung ist für den Festumzug am Sonntagnachmittag – traditionell einer der Höhepunkte des Neersener Festes – geplant: Die Schützen stellen sich entlang der Königsallee auf der Niersplank auf und ziehen von dort aus mit sechs Musikformationen durch Neersen. Serenade und Großer Zapfenstreich finden dann wie gewohnt auf dem Minoritenplatz statt. Eine beachtliche Strecke werden die Gäste nach dem Königsempfang am Sonntagabend zurücklegen: Der Empfang der Neersener Königshäuser, der Gast-Königshäuser und der Ehrengäste findet im Ramshof statt, von dort geht es über die Kirchhof- und die Hauptstraße bis zum Festzelt.

Am Montag sind die Damen und Senioren im Mittelpunkt – beim „Klompenball“ im Festzelt ist ein buntes Programm vorgesehen. Beim Vogelschuss am Montagnachmittag wollen die Schützen improvisieren, denn es ist noch nicht klar, ob nicht König Fußball als Konkurrent auftaucht: „Sollte Deutschland bei der Fußball-WM Gruppenzweiter werden, würde die Mannschaft am Montag um 16 Uhr spielen. Dann werden wir parallel zum Vogelschuss im Wahlefeld-Saal die Möglichkeit bieten, das Spiel zu verfolgen“, kündigt König Jan Hellwig an.

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