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Stadt Willich: 90 Meter lange Rutsche in der Bütt wird wohl am 27. Dezember eröffnet

Stadt Willich : 90 Meter lange Rutsche in der Bütt wird wohl am 27. Dezember eröffnet

Trotz der gerade verhängten Haushaltssperre (siehe Artikel oben) müssen die Bütt-Besucher nicht um ihre neue Rutsche bangen. Da sich die Verwaltung für ein Modell entschieden und dieses bereits bestellt hat, ist das Rutschenprojekt im Freizeitbad nicht von den Sparmaßnahmen betroffen. Und auch der Zeitplan wird nach jetzigem Stand eingehalten. Ab dem 27. Dezember können kleine und große Badegäste die dann 90 statt bisher 60 Meter lange Rutsche benutzen.

Vergeben werden muss allerdings noch der Auftrag für den Rutschenturm, der für die längere Rutsche nicht nur höher sein, sondern auch eine Art Balkon haben muss, erklärt Badleiterin Simone Küppers auf Nachfrage. Mitte Oktober soll es mit den Bauarbeiten losgehen. Die alte Rutsche wird dann gesperrt und nach und nach abtransportiert, damit anschließend die neue Attraktion Stück für Stück montiert werden kann.

Die neue Rutsche wird es in sich haben. Details wollte Simone Küppers zwar noch nicht verraten, allerdings ließ sie durchblicken, dass sich die Badegäste auf verschiedene Effekte freuen können. So wird jeder "Rutsch" von bestimmten Tönen und Lichteffekten begleitet, zudem wird es sogenannte Touchpoints geben, die die Rutschenden berühren müssen, und auch die Zeiten werden gemessen und auf einer Tafel angezeigt. So können die Gäste Wettbewerbe austragen, der Schwierigkeitsgrad lässt sich individuell anpassen. So ist für jede Altersgruppe etwas dabei - wobei Kinder unter sechs Jahren nach wie vor nur in Begleitung eines Erwachsenen werden rutschen dürfen. "Wir sind eben ein Familienbad. Allzu spektakuläre und gefährliche Effekte werden wir also nicht bieten können", sagt Küppers, die dennoch davon überzeugt ist, dass die neue Rutsche ein Gewinn für das Bad ist. Denn die Investition soll sich schließlich lohnen und spürbar mehr zahlende Gäste in die Bütt locken.

560 000 Euro soll die neue Rutsche kosten, und Küppers ist zuversichtlich, dass das Budget eingehalten wird. Zudem lässt sich auch die vollständige Wärmedämmung realisieren, die dabei helfen soll, Betriebskosten zu sparen. Positiver Nebeneffekt: In der Halle wird es künftig weniger zugig sein, da die Wärmedämmung den "Kamineffekt" der Rutsche verhindert.

Im Eingang des Bades hängen übrigens von Kindern der Kolpingschule gemalte Bilder. Sie zeigen, wie sie sich eine tolle Rutsche vorstellen. "Viele Gäste schauen sich die Bilder an und diskutieren über die Rutsche. Das zeigt, dass sie den Badegästen wichtig ist", so Küppers.

(RP)