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Stadt Willich: 500 Biker kontrolliert

Stadt Willich : 500 Biker kontrolliert

Rund 500 Motorradfahrer hielten die Polizei gestern in Willich in Atem. Die Biker kamen aus Essen, ein Zusammenhang mit einem Konvoi der Bandidos in Bochum wurde für möglich gehalten.

An der Hans-Martin-Schleyer-Straße im Willicher Gewerbegebiet Münchheide II hatte ein Großaufgebot an Polizei die Motorradfahrer gestern gegen 12 Uhr angehalten und eingekesselt. Die Biker wirkten friedlich. Manche waren schon im Rentenalter, manche waren mit Frauen und Kindern unterwegs. Ihre Fahrt sei doch angemeldet gewesen, meinten einige Kradfahrer, die die Aktion der Polizei nicht nachvollziehen konnten. Die Beamten hatten mit der Feststellung der Personalien derweil alle Hände voll zu tun. Nach letzten Meldungen bestand der Konvoi aus rund 250 Motorrädern, berichtete Volker Schütte. Später wird er diese Zahl korregieren. 500 Personen wurden kontrolliert, 300 Motorräder waren dabei. Von einem Hubschrauber wurde die Aktion aus der Luft überwacht.

Die Bandidos-Lage

Nach Polizeiangaben haben sich die Biker gegen 10 Uhr in Essen getroffen und sind gemeinsam auf Tour gegangen – bis Willich. Aufmerksam geworden auf diesen großen Konvoi ist die Bochumer Polizei, bei der gestern eine "Bandidos-Lage herrschte", wie Pressesprecher Volker Schütte die Situation beschrieb. In Bochum fand eine angemeldete Fahrt der Rockerbande nach Gelsenkirchen statt. Die angemeldete Tour nach Gelsenkirchen war indessen viel kleiner als die in Willich gestoppte Kolonne. Angemeldet waren 100 bis 150 Biker, am frühen Nachmittag wurden gerade mal 50 Bandidos gezählt. Die Polizei schloss aber nicht aus, dass möglicherweise ein Zusammenhang mit der Fahrt von Essen nach Willich bestand.

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Auf der Autobahn angehalten

Auf dem Weg nach Willich kam es dann auf Landstraßen und auch auf der Autobahn zu verschiedenen Verkehrsverstößen, So hielten die Motorradfahrer zum Beispiel mehrfach auf der Autobahn an. Von einem Hubschrauber aus wurden die Ordnungswidrigkeiten dokumentiert. Außerdem seien gemeinsame Fahrten in einer solchen Größenordnung nicht erlaubt, berichtet Volker Schütte. Gegen 14.15 Uhr war die Personenkontrolle der Polizei dann beendet. Die Kradfahrer konnten ihre Fahrt in kleineren Gruppen oder auch einzeln fortsetzen.

(RP)