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Schermbeck/Wesel: Zwei Tote nach Verkehrsunfällen

Schermbeck/Wesel : Zwei Tote nach Verkehrsunfällen

Nach Unfällen in Schermbeck und Wesel verstarben zwei Personen im Krankenhaus.

Zwei traurige Nachrichten hat am Donnerstag die Weseler Polizei vermelden müssen. In gleich zwei Fällen sind Senioren nach Unfällen mit Lkw in Schermbeck und Wesel im Krankenhaus verstorben. Anfang Juni erst war eine Radfahrerin in Wesel mit einem Lkw auf der B8 kollidiert und verstarb. Bundesweit wird die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle durch Lkw derzeit diskutiert. Die SPD Wesel hat sich erst kürzlich mit einem Vorschlag an die Stadtverwaltung gewandt, der die Zahl der Unfälle reduzieren soll.

Einer der Unfälle ereignete sich vor genau einer Woche am Freitag: in Schermbeck: Eine 60-jährige Frau war auf der B58 mit ihrem Pedelec mit einem Lkw zusammengestoßen. Sie wollte mit dem Pedelec die Straße Zur Gietlingmühle überqueren. Der Lkw war auf der Bundesstraße unterwegs und erfasste die Fahrerin am Hinterrad. Die Frau stürzte und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Duisburger Unfallklinik gebracht werden. Am Mittwoch erlag sie schließlich ihren schweren Verletzungen.

In Wesel ereignete sich am 26. Mai gegen 19.55 Uhr ein Unfall: Ein 25-jähriger Mann aus Nottuln befuhr mit einem Lkw die Schermbecker Landstraße in Richtung Autobahn A 3. In Höhe der Hagerstownstraße fuhr er aus bislang ungeklärter Ursache auf das vor ihm fahrende Auto einer 54-jährigen Frau aus Dorsten und ihrer 73-jährigen Beifahrerin auf. Alle Beteiligten waren zunächst unverletzt. Die 73-jährige Frau aus Geldern klagte wenige Tage später über Schmerzen und begab sich daraufhin in ärztliche Behandlung. Am 13. Juni starb sie in einem Krankenhaus. Eine Obduktion ergab nun, dass sie bei dem Verkehrsunfall Verletzungen erlitten hatte, die ursächlich für ihren Tod waren.

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Kreisweit ist die Zahl der Verkehrstoten leicht steigend, wie eine Anfrage unserer Redaktion bei der Polizei ergab: Waren es 2012 und 2013 jeweils 11 Verkehrstote, so stieg die Zahl bis 2017 auf 18. Generell sei aber die Zahl der Unfälle im Vergleich zu den fünfziger und sechziger Jahren stark rückläufig, erklärte ein Polizeisprecher.

An Aktualität gewinnt im Lichte der neuen Ereignisse ein Antrag, den Christian Riehm, sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion, eingebracht hat (wir berichteten). Die Stadt Wesel solle alle wichtigen Ampelkreuzungen auf Unfallgefahr hin prüfen. Eine einfache Lösungen, um die Gefahren durch den Toten Winkel zu reduzieren, sei das Anbringen von sogenannten Trixi-Spiegeln. Riehm verweist auch auf das System "Bike Flash", das an der Theodor-Heuss-Brücke in Wesel angebracht ist. Ein Wärmesensor erkennt dort den Radfahrer und vier LED-Warnleuchten blinken in unterschiedlichen Höhenstufen, sobald ein Radfahrer im toten Winkel per Wärmesensorik erkannt wird. Die Stadt solle Radfahrer mehr sensibilisieren.

(RP)