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Zuständiger Ausschuss berät über Komibad in Wesel

Großprojekt in Wesel : Ausschuss begeistert vom Vorentwurf fürs Kombibad

Im Stadtentwicklungsausschuss wurde am Mittwoch der Vorentwurf für den Neubau des Komibades am Rhein vorgestellt. Wie berichtet, soll das gut 40-Millionen-Euro-Projekt unter anderem über mehrere Becken und einen Saunabereich verfügen.

Die Politiker im Bühnenhaus waren vom der Präsentation des Vorentwurfes fast alle uneingeschränkt angetan. „Das ist der Wurf, den wir für die nächsten 40 bis 50 Jahre machen. Das Kombibad wird ein Alleinstellungsmerkmal und ein neuer Anziehungspunkt sein“, erklärte SPD-Fraktionschef Ludger Hovest. In seiner Funktion als Bäder-Aufsichtsratsvorsitzender forderte er, noch in diesem Jahr das Projekt politisch abzusegnen. „Der Sack muss zugemacht werden. Dann wird über die Finanzierung gesprochen.“ Sollten danach noch Änderungswünsche diskutiert werden, könnte das Projekt „aus dem Ruder laufen. So wie die Elbphilharmonie oder Stuttgart 21.“

Sebastian Hense (CDU) zeigte sich „begeistert“ von dem Entwurf. Er sei froh, dass man sich gegen Bedenkenträger durchgesetzt habe und das neue Hallenbad und die Sauna nun direkt am Freibad  entstehen werden. „Ein solches Objekt mit einer solchen Aussicht auf den Rhein gibt es sonst nirgendwo“, so Hense.  Das Bad müsse genau so gebaut werden. Ähnlich begeistert äußerten sich auch Ulrich Gorris (Grüne) und Friedrich Eifert (FDP).

Nur Jürgen Lantermann (Wir für Wesel) machte deutlich, dass er nicht glaube, mit 40 Millionen Euro hinzukommen. „Allein die Entsorgugung des Bodens auf dem Gelände des Minigolf-Platzes wird zusätzlich eine Million Euro kosten. Am Ende können aus 40 leicht 50 Millionen werden. Und das können wir als Stadt nicht stemmen.“ Widerspruch erhielt er von Sebastian Hense. „Du scheinst nicht auf dem neuesten Stand zu sein. In den 40 Millionen sind neben einem Sicherheitsbetrag von zehn Prozent auch die eine Million Euro für den Minigolf-Platz enthalten.“

(kwn)