Zukunft des Biergartens am Rhein in Wesel ungewiss

Wesel : Biergarten-Zukunft am Rhein ungewiss

Während das Freibad für die Öffnung am 13. Mai feingemacht wird, hat der benachbarte Biergarten schon Anfang April den Betrieb aufgenommen. Über die Pachtverlängerung wird allerdings verhandelt.

Nach einigen vielversprechend vorsommerlichen Tagen zieht sich sprichwörtliches Aprilwetter derzeit in den Mai hinein. Im Biergarten am Rhein in Wesel bleiben deshalb gerade viele Stühle leer. Anfang April war der gastronomische Ableger des Freibades an der Rheinpromenade in die Saison gestartet. Nun stellt sich die Frage: Wie lange noch?

Seit 2011 betreibt Pächter Dirk Aberfeld aus Rheinberg den Imbiss auf dem Freibad-Gelände, seit 2013 auch den unmittelbar angrenzenden Biergarten, den Aberfeld damals nach eigenen Worten mit konzeptioniert hat. Sein Vertrag mit der Städtische Bäder Wesel GmbH läuft Ende März 2020 aus. Dirk Aberfeld würde gerne weitermachen. Aktuell wird aber über genau diesen Punkt verhandelt.

Die Liegestühle sind schon bereit, am 12. Mai startet die Saison mit dem Kindertrödel. Foto: Klaus Nikolei

Derzeit öffnet Pächter Dirk Aberfeld je nach Wetterlage; und zum Leidwesen mancher Gäste auch nach dem Spielplan der Fußball-Bundesliga. Schalke-Fan Aberfeld hat eine Dauerkarte für die Heimspiele der Gelsenkirchener. Also bleibt an solchen Tagen sein Weseler Laden geschlossen.

Gleichwohl geht Aberfeld mit bekannten Programmen in die Saison 2019. So soll es in diesem Sommer wieder karibisch-entspannte Stimmung geben. Auch mit dem Nachbarn Q-Stall, dem Biergarten des Welcome-Hotels, wolle er zum Weseler Stadtfest PPP wieder zusammenarbeiten.

Auch das Rheinbad will bald in die Saison starten. Während in Hamminkeln-Dingden das Freibad schon geöffnet ist, wird Wesels Vorzeigepool in traumhafter Lage direkt am Rhein bald erst folgen. Im Freibad selbst laufen derzeit die letzten vorbereitenden Arbeiten. Zum Auftakt wird dort am Sonntag, 12. Mai, zunächst der nunmehr 18 Kindertrödelmarkt stattfinden (siehe Infobox). Tags darauf soll die Anlage auch für den Badbetrieb geöffnet werden, der bis Ende August gehen soll. Immer „voraussichtlich“, wie Martin Christoph, Geschäftsführer der Bäder GmbH Wesel, sagt. Ist man doch gerade in seinem Metier hochgradig wetterfühlig veranlagt. Und nach der heißen und damit guten Saison 2018 ist verhaltenes Tiefstapeln angesagt.

Nach vergleichsweise normalen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten erwartet die Badnutzer in diesem Jahr wenig Neues: Ein Teil der Überlaufrinne am Beckenrand wurde erneuert, außerdem wurden einige Sonnenschirme und Liegen gegen neue ausgetauscht. Im Nichtschwimmerbecken wurde ein Eimer – ein Wasserspiel – demontiert, weil er nach unsachgemäß heftiger Behandlung oft Schaden nahm. Stattdessen gibt es da zur Belustigung nun eine Regenwand. Öffnungszeiten und Preise bleiben 2019 unverändert.

Montag bis Freitag ist von 6 bis 8 sowie von 10 bis 20 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr. Frühschwimmer zahlen wochentags 3,60 Euro (Jugendliche 1,70). Tageskarten (ab 10 Uhr, Wochenende ab 8 Uhr) kosten 4,20 Euro (2,70), Familienkarten (ab 10 Uhr, Wochenende ab 8 Uhr) 10,40 Euro. Geldwertkarten zu 150 Euro bieten 15 Prozent Ermäßigung, zu 100 Euro zehn Prozent und zu 50 Euro fünf Prozent.

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