Zahlreiche Änderungen an der Betuwelinie in Wesel

Fragen zum Ausbau der Bahnstrecke in Wesel: Betuwe: Bahn zeigt Änderungen

Lärmschutz war auch ein großes Thema bei der Infoveranstaltung am Montag.

Es sind zahlreiche Änderungen, die das sogenannte Deckblattverfahren für den Bahn-Ausbau in Wesel beinhaltet. Angefangen bei zusätzlich 44 Häusern, die nun Schallschutzfenster erhalten, weil sie bislang nicht berücksichtigt wurden. Einige stehen auf dem Fusternberg, weitere, in den Planunterlagen noch nicht verzeichnete, an der Friedenstraße. Auch das Übungsgelände des Technischen Hilfswerks in den Kanonenbergen ist betroffen, weil es hier Übernachtungsmöglichkeiten gibt, von denen die Bahn nichts wusste.

Teilweise werden mehr Flächen für weitere 71 Rettungszuwegungen entlang der Betuwe-Strecke benötigt. Denn waren es bislang auf Weseler Gebiet elf, sind es nun 82. Auch größere Bereiche für die Baustelleneinrichtung sind an manchen Stellen nötig, so für die Behelfsbrücke an der Willy-Brandt-Straße. Durch sie ist die ursprünglich angedachte Umleitung nicht mehr nötig. Ein Großteil der Straße Am Blaufuß wandert zudem ein Stück weiter Richtung Osten, damit die hier nötige, drei Meter hohe Lärmschutzwand Platz hat.

Der Lärmschutz war auch ein großes Thema unter den Weselern, die die Informationsveranstaltung am Montagabend im Parkettsaal der Niederrheinhalle besuchten. Betroffen sind beispielsweise 100 Meter am Blaufuß, wo es wegen des dort angesiedelten Gewerbes eine Lücke in der Wand geben wird. Denn hier sind die Bestimmungen andere als bei einer Wohnbebauung. Eine weitere, 250 Meter lange lärmschutzfreie Stelle klafft zwischen der Feldmark und Blumenkamp. Hier sind nur wenige Häuser, so dass nur passiver Schallschutz nötig ist, sprich: Lärmschutzfenster.

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Neben zahlreichen Einzelfällen, bei denen es etwa um Grundstücksfragen ging, und die in persönlichen Gesprächen nach der Veranstaltung erörtert wurden, galt die Sorge auch dem Verkehr. Denn durch den Bau von Behelfsbrücken an der südlichen B8 Höhe Lippe und an der Bocholter Straße/B473 könnte der Verkehr rund um Wesel zum Erliegen kommen. Deshalb soll nicht gleichzeitig gebaut werden. Die Bahnvertreter betonten, dass hier in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und der Stadt gehandelt werde.

Die vom Deckblattverfahren Betroffenen können einen individuellen Termin mit der Projektingenieurin vereinbaren oder per E-Mail an kontakt@emmerich-oberhausen.de aktiv werden.

www.emmerich-oberhausen.de

(P.H.)
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