Zahlen 2019 des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) zur Arbeit von Behinderten.

Zahlen für den Kreis Wesel : 1,7 Millionen Euro für Arbeits-Inklusion

Im Jahr 2018 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben in 423 Fällen mit mehr als 1,7 Millionen Euro die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen im Kreis Wesel unterstützt.

Darauf macht jetzt der Landschaftsverband Rheinland aufmerksam. Mit dem Geld seien neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsrecht gestaltet worden.

Im gesamten Rheinland flossen über 39,1 Millionen Euro in 9687 Fällen an Arbeitgeber. Darüber hinaus erhielten schwerbehinderte Menschen weitere Leistungen, beispielsweise für technische Arbeits-, Kraftfahrzeug-, Wohnungshilfen oder Arbeitsassistenzen – insgesamt in Höhe von über 9,5 Millionen Euro. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018/2019 hervor, den das LVR-Inklusionsamt nun veröffentlicht hat.

Ein besonderes Förderungsinstrument zur Schaffung und dauerhaften Sicherung von Arbeitsplätzen ist die Förderung von Inklusionsbetrieben. Dabei handelt es sich um Wirtschaftsbetriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes, die neben ihrer regulären wirtschaftlichen Tätigkeit einen besonderen sozialen Auftrag haben. Sie beschäftigen auf 30 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Ende 2018 betrug die Zahl der anerkannten Inklusionsbetriebe im Kreis Wesel fünf, im Rheinland 139.

In 2017 waren im Arbeitsagenturbezirk Wesel 6346 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt (Rheinland: 189.296). Die Arbeitgeber erreichten eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 4,7 Prozent, die damit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent liegt (Rheinland: 5,4 Prozent). Um in allen Bereichen und bei allen Arbeitgebern die gesetzliche Quote zu erfüllen, müssten 1489 weitere Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder gleichgestellten Personen besetzt werden (rheinlandweit 33.979). „Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze für schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen sind und bleiben das oberste gemeinsame Ziel des LVR-Inklusionsamtes und seiner Fachdienste sowie der Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben bei den Kreisen und Städten im Rheinland“, erklärt LVR-Dezernentin Angela Faber.

(RP)