Hamminkeln: Wo Marienthal schön ist

Hamminkeln : Wo Marienthal schön ist

Gestern bereiste die 14-köpfige Bewertungskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" den idyllischen Ort und ließ sich das Dorf präsentieren.

Sie haben was zu bieten in Marienthal und sie haben sich noch einiges vorgenommen. Das wurde gestern bei der Präsentation zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Kreisebene deutlich. 14 Jurymitglieder unter dem Vorsitz des Bewertungskommissionsvorsitzenden, Arnd Cappell-Höpken, schrieben eifrig auf ihren Bewertungsbögen mit, als Dorothea Hartmann für die Marienthaler Kaufmannschaft, Karlheinz Elmer für den Kulturkreis und Wolfgang Kabula für den Bürgerverein darum warben aus Marienthal ein Golddorf auf Kreisebene zu machen. Bürgermeister Bernd Romanski hatte die Gäste in der Klosterkirche begrüßt und noch einmal das große ehrenamtliche Engagement der Bürger im Klosterdorf betont.

Stadtplaner Manfred Boshuven hob noch einmal die beiden Punkte hervor, die Marienthal mit seinen 514 Einwohnern in 144 Haushalten auszeichnen. Da ist zum Einen der Schwerpunkt Wohnen, der sich seit Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre entwickelt hat und bei Bedarf auch noch weiter vom Neubaugebiet an der Pferdsweide in Richtung Pastor-Winkelmann-Straße entwickelt werden könnte, was allerdings zurzeit nicht geplant ist. Zum anderen liegt der Schwerpunkt in Marienthal auch auf dem Bereich "Kultur, Freizeit, Tourismus", der vor allem von Bürgerverein, Kaufmannschaft und Kulturkreis geprägt ist.

Dorothea Hartmann betonte noch einmal, dass Marienthal bereits seit den 50er Jahren als Ausflugsziel in der Umgebung bekannt sei, was sich nach langen Jahren im März 2017 auch darin niederschlug, dass das Klosterdorf nun offiziell mit Brief und Siegel der Landesregierung "Ausflugsort" ist und nun auch regulär sonntags die Geschäfte öffnen dürfen. Seit drei Jahren läuft auch ein Teilstück des Jakobswegs durch Marienthal, wo es für die Pilger zwei Abstempelstationen gibt. Um noch mehr Menschen ins Dorf zu holen, hätten die Marienthaler gerne neue Schilder an Autobahnen und Bundesstraßen. "Am liebsten ein großes braunes Schild auf der A3 mit der Aufschrift: Klosterdorf Marienthal, träumte Dorothea Hartmann bei der Präsentation schon ein wenig in die Zukunft. Der Kulturkreis, der seit mehr als drei Jahrzehnten für das üppige Kulturprogramm vor Ort verantwortlich ist, wünscht sich immer noch eine multifunktionale Waldbühne und hat bereits den A-Stempel der Regionale. Der Bürgerverein sehe es gern, so Wolfgang Kabula, wenn Marienthal an vorhandene Rad- und Wanderwege angeschlossen würde, der Breitbandausbau das Dorf erreicht und sich demnächst Storche dort niederlassen. Eine entsprechende Nisthilfe soll gebaut werden.

Die Jury ließ sich gestern nicht in die Karten schauen, denn die Bereisung aller Wettbewerbsteilnehmer geht am heutigen Mittwoch weiter. Marienthal wird sich noch gedulden müssen.

(auf)
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