Wesel: Windräder: Büdericher lassen nicht locker

Wesel: Windräder: Büdericher lassen nicht locker

Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Mittwochabend eine Höhenbegrenzung für die geplanten Windräder auf der linken Rheinseite abgelehnt (RP berichtete). Die Gegner und Befürworter niedriger Anlagen aber lassen nicht locker. So wandte sich der Büdericher Hermann Norff als Sprecher der Bürgerinitiativen "Gegen den Windpark Wesel-Büderich / Ginderich" und "Aktion Gegenwind" gestern an den Landrat des Kreises Wesel, Dr. Ansgar Müller. Er möge, so Norff, die Gründe für eine "Landschafts(un)würdigkeit" der Aufstellungsorte nennen.

Hintergrund ist für Hermann Norff eine Erklärung der Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, dass Stadt und Kreis Wesel in einem gemeinsamen Gespräch ausgelotet hätten, ob eine Höhenbegrenzung ohne Schadenersatzforderungen des Windradinvestors möglich wäre. Demnach habe der Kreis dies geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass kein Landschaftsschutz für die geplanten Windrad-Standorte bestehe und deswegen eine Höhenbegrenzung auch nicht möglich sei.

Argumente der Stadtverwaltung, Gebäude wie Fernsehturm, Niederrheinbrücke, und Förderturm würden das Landschaftsbild bereits prägen, hält Norff für nicht haltbar. Denn zwischen diesen lägen mehrere Kilometer Abstand und das flache Dorf Büderich inmitten weiter Felder. "Eine typische Niederrheinlandschaft im Rheinpolder Rheinberg-Wesel-Xanten", schreibt Norff. Außerdem macht er erneut darauf aufmerksam, dass eine Barriere für Gänse und Störche entsteht: "Das ist eine naturschutzrechtliche Sache, die an anderer Stelle noch geklärt wird, aber hier Berücksichtigung finden sollte."

(RP)