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Kreis Wesel: Wieder mehr Anfragen bei der Schulberatung

Kreis Wesel : Wieder mehr Anfragen bei der Schulberatung

Komplexere Problemlagen nehmen weiter zu.

Die Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Wesel hat weiterhin gut zu tun. Im Vergleich zum Schuljahr 2014/15 stieg die Anzahl der insgesamt beratenen Einzelfälle von 510 auf 546 in 2015/16 an. Auch die Menge der übernommenen Fälle ist mit absolut 354 gegenüber 293 Fällen im Vorjahr deutlich gewachsen. Wie bereits in den vorherigen Jahren führt der zeitintensivere Beratungsbedarf aufgrund von vielschichtigen Problemlagen bei den Einzelfällen zu einer "Mitnahme" vieler Fälle übers Anmeldejahr hinaus. Der Trend der Vorjahre zu komplexen Fragestellungen, die längere und intensivere Beratung nötig machen, hält unverändert an. Dies stellte Alexandra Schirm, Leiterin der Beratungsstelle, jetzt im Schulausschuss vor.

"Es gibt verschiedenste Gründe, warum unsere Beratungsstelle aufgesucht wird. Hierzu zählen zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten, wie sozialer Rückzug, Aggressivität und Angst oder auch Lern- und Leistungsproblematiken wie Prüfungsangst oder Lernbehinderungen", sagte Schirm. Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer nähmen die Beratung an.

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Der größte Anteil der Einzelfallberatungen mit absolut 319 Fällen (58 Prozent) entfiel auf die Klassenstufen 1 bis 3. Insgesamt betragen die Anfragen zu Schülern aus den Stufen 1 bis 6 zusammen 79 Prozent aller bearbeiteten Fälle. Beratungsanfragen ab Klasse 7 ergeben 21 Prozent (absolut 112 Einzelfälle).

Standort mit den meisten Beratungsanfragen ist unverändert Wesel mit 175 Fällen (32 Prozent) - hier wirkt sich die räumliche Nähe zu der Beratungsstelle aus. Es folgen Dinslaken (57 Fälle), Hamminkeln (52), Kamp-Lintfort (44), Rheinberg (35) und Moers (32).

Die Beratungsstelle versorgte im Schuljahr 2015/16 insgesamt 149 Schulen im Kreisgebiet. Diese wurden von 62.417 Schülern besucht; 4592 Lehrkräfte waren dort tätig. Die vier Vollzeitstellen der Schulberatungsstelle verteilten sich auf ein sechsköpfiges Team. Durchschnittlich war ein Berater für 15.604 Schüler und 1148 Lehrkräfte zuständig.

(RP)