Weseler Stadtwerke: Rekord bei der Wasserförderung

In einer Stunde 936 Kubikmeter : Stadtwerke vermelden Rekord bei Wasserförderung

Am 25. Juli zwischen 19 und 20 Uhr wurden 936 Kubikmeter Wasser verbraucht – ein Rekord für 2019. Doch die Stadtwerke sind gewappnet, wie sie sagen. „Der Betrieb läuft effektiv“, heißt es.

Braune Wiesen, vertrocknete Blätter an Bäumen, Blumenbeete mit hängenden Blüten – und überall sah man in Wesel in den vergangenen Tagen und Wochen rotierende Gartensprenger und Menschen, die wässern, was das Zeug hält. Planschbecken und Swimmingpools wurden gut gefüllt, denn alle lechzten danach, sich abzukühlen. Wasser in Massen floss in die Haushalte, in Betriebe und Gärten. Die Hitzeperiode sorgt für große Trockenheit und forderte die Weseler Stadtwerke zu Höchstleistungen heraus.

Der örtliche Wasserversorger war nach eigenen Angaben „gewappnet“. Obwohl am 25. Juli zwischen 19 und 20 Uhr 936 Kubikmeter Wasser verbraucht wurden und damit ein Rekord für 2019 aufgestellt wurde, blieben und bleiben die Wasserwerker gelassen. „Der Betrieb läuft effektiv“, heißt es. Aus elf Brunnen werde das „wertvolle Nass“ gefördert. Das Flürener Wasserwerk schaffe ohne Probleme eine Menge von 1200 Kubikmetern pro Stunde. Demnach sei noch Luft nach oben. „Wir stehen für sichere Trinkwasserversorgung und für den Komfort, sauberes Wasser überall in unserem Versorgungsgebiet liefern zu können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink.

Die technische Seite der Förderung, die Kapazitäten und die Wasseraufbereitung seien optimal für die Weseler Zwecke ausgelegt. 14.007 Kubikmeter Wasser flossen beispielsweise am 25. Juli durch die Rohre zu den Kunden, normal sind 10.000 Kubikmeter. Zum Vergleich die Durchschnittswerte 2016: 10.175 Kubikmeter am Tag, 630 pro Stunde.

Das Lebensmittel Nummer eins ist, davon sind die Stadtwerke überzeugt, „noch unglaublich preiswert. Denn 1000 Liter Wasser kosten nur 1,74 Euro brutto. Da könne man es sich leisten, auch mal ein paar Gießkannen zu füllen, um darbende Straßenbäume oder öffentliches Grün zu wässern, wo es die städtischen Gärtner nicht schaffen“, so Michelbrink. Auch die Versorgung der eigenen Gärten sei zu überschaubaren Preisen zu schaffen.

Manche Abnehmer setzen bei dieser Hitze vermehrt Standrohre ein, um Wasser aus Hydranten abzuzapfen. Diese können bei den Stadtwerken ausgeliehen werden. Der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) nutzt das zum Beispiel, um öffentliche Flächen zu bewässern. Oder Straßenbauer und Gartenbaubetriebe behelfen sich mit der Möglichkeit zur direkten Wasserabnahme. Bei Festen sind oft auch Standrohre im Einsatz.

„Für unsere Wasserwerke bedeuten die Hitzetage herausfordernden, aber ganz normalen Betrieb“, betont Michelbrink.

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