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Wesel: Warum die Sirenen am Mittwoch nicht zur Probe geheult haben

Sirenen blieben stumm : Warum es am Mittwoch keinen Probealarm in Wesel gab

Weil es in der Weseler Kreisleitstelle ein kleines Problem gab, ist am Mittwochmittag um 12 Uhr der geplante Probealarm der Sirenen ausgefallen. Warum das besonders in Lackhausen für große Verwirrung sorgte.

Günter Ohletz aus Lackhausen wird sich am Mittwochmittag mächtig gewundert haben. Denn eigentlich hätte die erst kürzlich installierte neue Warnsirene auf dem Dach des Mehrfamilienhauses an der Konrad-Duden-Straße 79 um Punkt 12 Uhr aufheulen sollen. Das tat sie aber nicht.

Auf die neue Sirene ist der Ehrenvorsitzende des rührigen Lackhausener Heimatvereins nämlich ganz besonders stolz. Der 82-Jährige hatte sich vor Monaten mit einem Schreiben an die Verwaltung dafür eingesetzt, dass die sirenenlose Zeit in Lackhausen möglichst bald beendet werden sollte. „Seit vielen Jahren gibt es nämlich im stark wachsenden Lackhausen keine Feuerwehrsirene mehr. Und die anderen hört man hier nicht, wenn der Wind ungünstig steht“, sagt er.

Als er seinen Antrag zur Verwaltung geschickt hatte, da wusste Ohletz allerdings nicht, dass die Feuerwehr parallel schon aktiv geworden war. Sie hatte bereits alles für den Bau einer Warnsirene auf dem höchsten Gebäude Lackhausens vorbereitet.

Dass die Lackhausener Sirene und auch alle anderen 30 Sirenen im Stadtgebiet am ersten Mittwoch im Dezember um 12 Uhr allerdings zur großen Überraschung nicht zur Probe geheult haben, hatte einen ungewöhnlichen Grund. Auf Anfrage erklärt Wesels Feuerwehrchef Thomas Verbeet, dass „ein hohes Einsatzaufkommen in der Kreisleitstelle genau zum Zeitpunkt des Probealarms diesen von den Prioritäten her verzögert hat.“ Als die Einsätze gegen kurz vor 12.30 Uhr abgearbeitet waren, war es für den Probealarm zu spät, um keine Verwirrung bei den Einsatzkräften zu erzeugen.

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„Unsere Feuerwehrangehörigen wären ansonsten unaufgefordert bei unklarer Alarmmeldung zu den Gerätehäusern gefahren“, sagt Verbeet. „Und das sollte natürlich verhindert werden.“ Laut dem Feuerwehr-Chef wird der Probealarm auch in diesem Jahr nicht mehr nachgeholt. Der nächste findet also am ersten Mittwoch im Jahr 2022, dem 6. Januar, um 12 Uhr statt.

Sirenen heulen in aller Regel, wenn die Feuerwehr zu starken Bränden gerufen wird oder die Bevölkerung vor Extremwetterlagen oder anderen Großgefahren gewarnt werden sollen. „In solchen Fällen sollten sich Bürger über die Homepages der Medien informieren oder das lokale Radio einschalten“, rät Thomas Verbeet. Übrigens: Die Weseler Feuerwehr verfügt über sechs mobile Sirenen, die beispielsweise bei Bombenentschärfung in Randgebieten aufgestellt werden.