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Wesel: Warum der Adventsmarkt am Dom kurzfristig abgesagt wurde

Wegen hoher Infektionszahlen : Wesel sagt Adventsmarkt am Dom kurzfristig ab

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ist kurzfristig der Adventsmarkt am 4. und 5. Dezember abgesagt worden. Beim Weseler Winter wurden alle Live-Konzerte im Zelt neben der Eisbahn und die beiden Feierabendmärkte gestrichen.

Alle an der Organisation beteiligten Akteure hatten sich so auf den traditionellen Adventsmarkt im Schatten des Weseler Doms gefreut. Alles war vorbereitet, alle waren – jedenfalls bis vor wenigen Tagen – optimistisch, trotz der steigenden Inzidenz den beliebten Markt am 4. und 5. Dezember auf dem (umzäunten) Großen Markt unter 2G-Bedingungen durchführen zu können.

Noch am Donnerstagvormittag hatten City-Manager Thomas Brocker und Alina Degen von Wesel-Marketing während einer Pressekonferenz in der Kleingartenanlage an der Fischertorstraße das umfangreiche Programm und die geplanten Highlights präsentiert. Am Abend dann gab es noch eine Sitzung des Adventsmarkt-Komitees, dem koordinierenden Gremium von Vertretern und Vertreterinnen langjährig teilnehmender Vereine und Wesel-Marketing. Dort wurde dann heiß diskutiert und am Ende einstimmig entschieden, den Adventsmarkt kurzfristig abzublasen.

„Die rapide steigenden Corona-Infektionszahlen lassen einen verantwortungs- und gewohnt stimmungsvollen Adventsmarkt nicht durchführbar erscheinen. Das war die einhellige Meinung während der Versammlung“, erklärte Brocker am Freitag. Aus den Reihen der insgesamt 50 Vereine, die den Markt gestaltet hätten, habe es im Vorfeld schon diverse Absagen gegeben, so Brocker weiter. Das Adventsmarktkomitee halte den Schutz der Menschen in der aktuellen Lage nicht mit dem Charakter der beliebten Veranstaltung vereinbar, heißt es. Alle Beteiligten wurden umgehend über die Entscheidung informiert.

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Unter anderem auch Eva-Maria und Robert Marschall vom Stadtverband Wesel der Kleingärtner. Beide waren am Donnerstag bei der Programmvorstellung mit Thomas Brocker dabei. „Ich verstehe nicht ganz, was am Abend bei der Besprechung anders war als noch am Vormittag. Die Entscheidung ist traurig, aber durchaus nachvollziehbar“, betont Eva-Maria Marschall im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Plätzchen, der Honig, die Gelees, der Wein aus Beeren der Kleingartenanlage Fischertor und die vielen anderen selbstgemachten Leckereien, die der Stadtverband eigentlich in seiner Holzhütte verkaufen wollte, werden nun höchstwahrscheinlich verschenkt oder von den Kleingärtnern selbst konsumiert.

Durch die plötzliche Absage des Adventsmarkts findet nun der Weseler Wochenmarkt am Samstag wie gewohnt auf dem Großen Markt statt. Ein Wechsel zum Kornmarkt, wie ursprünglich vorgesehen, ist damit vom Tisch.

Die aktuelle Corona-Lage hat kurzfristig auch Folgen für den Weseler Winter, der am Freitagabend um 18 Uhr an der Eislauffläche am Berliner Tor eröffnet wird. Das Schlittschuhlaufen und auch das Eisstockschießen wird nach wie vor möglich sein. Das Rahmenprogramm hingegen entfällt. Das heißt, dass am ersten Adventssamstag das Safra-Duo, am 4. Dezember die Gruppe Mokes und am 18. Dezember das Duo Hawei nicht im Zelt neben der Eislaufbahn auftreten werden. Auch die beiden Feierabendmärkte am 2. und 16. Dezember werden nicht stattfinden können. „Wir müssen schauen, wie sich die Situation weiter entwickelt. Ein DJ im Zelt, das könnten wir uns im Moment noch vorstellen“, sagt Brocker. After-Work-Club-Abende mit DJ sind im Programmheft für den den Weseler Winter am 2., am 9., am 11. und am 16. Dezember geplant. 

(kwn)