Wesel vor 75 Jahren von Bomben zerstört: SPD will Gedenkveranstaltung

Im Februar 2020 : 75 Jahre Bombennacht: SPD will Gedenkveranstaltung

(sep) Im Februar 2020 jährt sich die Zerstörung Wesels im Zweiten Weltkrieg zum 75. Mal. Die SPD schlägt aus diesem Anlass einen großen Gedenktag in der Stadt vor. „Nie wieder Krieg“ soll das Motto sein.

Die Stadtverwaltung solle entsprechende Mittel im Haushalt für das kommende Jahr vorsehen – eine Ausstellung ist denkbar.

SPD-Fraktionschef Ludger Hovest skizzierte am Freitag seine Idee. Auch Vertreter anderer Länder, die die Angriffe flogen, sollen nach Wesel kommen. „Wir erwarten, dass unsere Partnerstädte und Freundschaftsstädte zu diesem Gedenktag eingeladen werden. An diesem Gedenktag möchten wir auch mit unseren damaligen Gegnern ein deutliches Zeichen für den Frieden und die Völkerverständigung setzen und dies auch in die nächsten Generationen weitergeben.“

Vom 16. bis 19. Februar 1945 wurde Wesel zerstört. In mehreren Wellen wurden Bombenteppiche über der Stadt abgeworfen. Die Weseler Bevölkerung flüchtete aus der Stadt, 600 Zivilisten und mindestens 728 Soldaten starben. Letztlich bereiteten die Alliierten mit diesen Angriffen die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus vor.

Ludger Hovest verweist auf die heutige Zeit, wenn er sagt, dass dieser Gedenktag auch zeigen soll, dass nationalistische Alleingänge nie eine Lösung sind. Er positioniert seinen Antrag deshalb auch bewusst vor der EU-Wahl am nächsten Wochenende. „Gerade im Europawahlkampf heißt es innehalten und uns besinnen, welche Alternativen ein friedliches und geeintes Europa uns heute bietet“, schreibt Hovest im Antrag. Der Gedenktag im Februar 2020 solle „ein deutliches Zeichen gegen alle die sein, die Gewalt verherrlichen und Unfrieden sähen“.

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