Wesel: Verwöhnprogramm für Frauen mit Brustkrebs

Brustzentrum Wesel lädt zum Informationstag ein : Verwöhnprogramm für Frauen mit Brustkrebs

Der Brustkrebs-Informationstag in Wesel hat sich etabliert. Am Sonntag, 4. November, erlebt er von 11 bis 15 Uhr seine 14. Auflage. Veranstaltungsort ist wieder das Welcome-Hotel an der Rheinpromenade.

Es hat sich nach Niederrheinhalle und Preußen-Museum (heute Niederrheinmuseum) als die am besten geeignete Örtlichkeit erwiesen, sagen die Organisatorinnen Lisa Quick (Marien-Hospital) und Andrea Rieke (Evangelisches Krankenhaus). Denn das Welcome kann jene Vorteile bieten, die zum Charakter des Tags passen. Das sind Rückzugsräume, denn im Vordergrund steht nicht das Vermitteln schulmedizinischer Inhalte. Ganz bewusst wird den Patientinnen neben Aktionen und Vorträgen ein Verwöhnprogramm geboten. Jeweils rund 200 Frauen haben dies in den Vorjahren gern angenommen. Viele bringen ihre Männer mit, die sich parallel ab 14 Uhr in einer speziellen Runde mit dem Psychologen Udo Wächter und dem Gynäkologen Özgür Aydin austauschen können.

Vorbeugung, Genesung, Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind die Schwerpunkte des Veranstalters. Das kooperative Brustzentrum Wesel um die Chefärztinnen Daniel Rezek (Marien-Hospital) und Susanne Findt (Evangelisches Krankenhaus) will ermutigen, „dem Krebs davonzuleben“. Zum Beispiel mit ergänzenden Therapien der Naturheilkunde. Darüber spricht André-Michael Beer (Uni Bochum).

Neu dabei ist diesmal Kunsttherapeutin Barbara Lübbehusen, die Besucherinnen animieren wird, an zwei Bildern zum Thema „Frau sein“ mitzuwirken – für jede Weseler Klinik eins. Schriftstellerin Claudia Lauer lädt zur Reise auf die „Achterbahn ins Leben“ ein. Koch Martin Weever erklärt gesunde Ernährung mit mediterraner Küche.

Ebenfalls neu ist eine Tauschbörse: Hier werden nicht mehr benötigte Perücken, Tücher oder Spezial-BHs gespendet und kostenfrei weitergegeben. Wie Rezek am Montag bei der Vorstellung sagte, sind neue Perücken erst ab 500 Euro zu haben. Schmink- und Fotoaktionen sind dabei, außerdem die Haarteams Rieswiek und Vision. Es gibt die Möglichkeit, sich massieren zu lassen, sich von den Sozialdiensten beraten zu lassen, Sport- und Bewegungsprogramme kennenzulernen, die Selbsthilfegruppen zu besuchen und vieles mehr.