Wesel: Taucher retten Jungen (6) vor Ertrinken im Auesee

Auesee in Wesel: Taucher retten Sechsjährigen vor Ertrinken im Badesee

Tauchsportler der TSG Wesel haben am Donnerstag im Weseler Auesee einen sechsjährigen Jungen vor dem Ertrinken gerettet. Der Junge war an der Anlegestelle für Boote ins Wasser gegangen und konnte nicht mehr stehen.

Wie ein Mitglied der Tauchsportgemeinschaft (TSG) Wesel unserer Redaktion berichtete, war der kleine Junge, zirka sechs Jahre alt, im Bereich der Anlegestelle für kleine Boote ins Wasser gegangen und war dann seitlich in den Bereich getreten, wo er nicht mehr stehen konnte. Der Junge sei in Panik geraten und mehrfach gesunken. Die Taucher konnten den Jungen dann der Begleitperson übergeben. "Ein Danke oder sonstige Worte gab es leider nicht", berichtete das Mitglied. Der Junge habe zunächst bitterlich geweint.

Das TSG-Mitglied nimmt diesen Fall zum Anlass, vor Schwimmen und Reinspringen im Bereich der Anlegestelle (Slipanlage) und des Pontons am Auesee zu warnen. Dieser Bereich wird auch von den Tauchern genutzt. "Hier gibt es ein erhebliches Verletzungspotenzial", schildert das Mitglied in einer Mail an die Redaktion. Der Springer könne erheblich verletzt werden, wenn er auf eine Tauchflasche aus Stahl trifft; außerdem könne jeder Taucher verletzt werden, wenn jemand ihm auf den Kopf springt. "Rettungspersonal ist nicht in Reichweite, deshalb gibt es keine Kontrollen."

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Das Mitglied beobachtet mit Sorge, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Es fordert die Badegäste auch auf, in erster Linie den Parkplatz am Strandbad zu nutzen. "Der kleine Parkplatz sollte in erster Linie für Wassersportler sein, da diese in der Regel auch eine Jahres- oder Tagesgebühr hierfür bezahlen. Insbesondere Taucher sollten wegen der schweren Ausrüstung Anspruch auf Parkplätze in der Nähe zum See haben."

(sep)
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