Wesel: Stadt plant eine Kampagne zur Vermeidung von Plastikmüll

Im Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit : Wesel startet Kampagne zur Vermeidung von Plastikmüll

Unter anderem mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Workshops und Diskussionsrunden will Wesel im Rahmen einer Kampagne dafür sorgen, dass die Menschen in der Stadt Plastikmüll künftig nach Möglichkeit vermeiden.

Dass dieses Vorhaben nicht leicht umzusetzen sein wird, darüber waren sich die Mitglieder des neu gebildeten Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit am Dienstagabend einig. Aber auch darüber, dass für die Kampagne 2000 Euro im Haushalt ausgewiesen werden.

SPD-Fraktionschef Ludger Hovest hatte im November eine gemeinsame Aktion mit den Einzelhändlern gegen Plastikmüll gefordert. Wesels Klimaschutzmanagerin Ingrid von Eerde nahm den Antrag von Hovest zum Anlass, Vorschläge für eine Umweltkampagne zu sammeln. Unter anderem könnte in Schulen ein plastikfreies Frühstück serviert werden, die Volkshochschule Vorträge und Exkursionen zum Thema anbieten. Denkbar wäre auch – die Teilnahme von Wesel Marketing und der Gastronomie vorausgesetzt – die Einführung eines Weseler Coffee-to-go-Mehrwegbechers, die Installation von Wasserspendern an allen Schulen sowie die Nutzung von Mehrweggeschirr und -besteck bei städtischen Veranstaltungen.

Lob für das Kampagnenkonzept gab es von allen Seiten. Natürlich auch von Antragsteller Hovest. Der ging allerdings noch einen Schritt weiter. „Wo es möglich ist, müssen wir Plastikgeschirr und -tüten einfach verbieten. Da sollte vorsichtiger Zwang ausgeübt werden“, sagte er. Ein weiterer Vorschlag von ihm lautete, Vertreter von allen großen Lebensmittelhändlern zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen, um mit ihnen über das Thema Plastikvermeidung zu diskutieren.

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