Stadt Wesel fordert Obdachlose zum Umzug auf „Schimmel und Dreck – hier ziehen wir nicht ein“

Wesel · Zwei wohnungslose Familien mit Kindern sind entsetzt, dass sie von der Notunterkunft an der Trappstraße ins Dachgeschoss der Obdachlosenunterkunft an der Fluthgrafstraße umziehen müssen. Die Stadt nennt die Gründe und sagt den Familien Unterstützung bei der Wohnungssuche zu.

 In die Obdachlosenunterkunft an der Fluthgrafstraße werden jetzt mehrere Wohnungslose einziehen müssen, die bislang in der Notunterkunft an der Trappstraße untergebracht waren. Doch dort muss die Stadt jetzt neue Flüchtlinge unterbringen.

In die Obdachlosenunterkunft an der Fluthgrafstraße werden jetzt mehrere Wohnungslose einziehen müssen, die bislang in der Notunterkunft an der Trappstraße untergebracht waren. Doch dort muss die Stadt jetzt neue Flüchtlinge unterbringen.

Foto: Klaus Nikolei

Bianca Kalinowski ist mit den Nerven am Ende. Denn innerhalb weniger Tage sollen sie, ihr Mann Rafael und der gemeinsame Sohn die Notunterkunft an der Weseler Trappstraße verlassen, um ins Dachgeschoss der Obdachlosenunterkunft an der Fluthgrafstraße zu ziehen. Grund ist, dass das Land NRW der Stadt zahlreiche neue Flüchtlinge zugewiesen hat (siehe Infobox). Und Wesel möchte nun einen Teil der Neuankömmlinge an der Trappstraße unterbringen, wo schon viele andere Flüchtlinge leben.