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Wesel: Sirenen-Fehlalarm gibt der Feuerwehr weiter Rätsel auf

Sonntagnacht war Heulton zu hören : Sirenen-Fehlalarm in Wesel gibt der Feuerwehr weiter Rätsel auf

Noch immer ist unklar, warum und ob überhaupt in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine oder mehrere Sirenen in Wesel einen ungewöhnlichen Heulton von sich gegeben haben. Die Verantwortlichen stehen vor einem Rätsel.

Im Weseler Rathaus und auch bei der Feuerwehr haben die Verantwortlichen am Montag eine Antwort auf die Frage gesucht, warum am Sonntag gegen 0.10 Uhr in der Nacht plötzlich in mehreren Weseler Stadtteilen ein schauerlicher Sirenenheulton zu hören war. Um es vorweg zu sagen: Eine Erklärung haben weder Dezernent Klaus Schütz noch Feuerwehrchef Thomas Verbeet. 

„Es haben zwar noch in der Nacht viele Menschen gerade aus Schepersfeld bei der Feuerwehr angerufen, doch dort gibt es gar keine Sirene“, sagt Verbeet. Insgesamt 28 Sirenenstandorte gibt in der Stadt. Viele davon auf (Hoch-)Häusern oder auf Firmendächern. „Doch niemand hat uns angerufen, dass der Heulton von ,seiner’ Sirene gekommen ist.“

 Wesels Feuerwehrchef Thomas Verbeet
Wesels Feuerwehrchef Thomas Verbeet Foto: Fritz Schubert

Die Feuerwehr selbst kann einen Sirenenalarm überhaupt nicht auslösen. Dazu fehlt die Technik. „Das kann nur die Kreisleitstelle. Und dort hat niemand auf einen Knopf gedrückt“, betont der Feuerwehrchef. Weil es keine logische Erklärung für den auf- und abschwellenden Heulton gibt, kann Verbeet nur spekulieren. „Es ist zwar wenig wahrscheinlich, aber theoretisch durchaus möglich, dass da jemand sein Auto mit einer speziellen Alarmanlage ausgestattet hat. Es gibt ja heute nichts, was es nicht gibt.“

Ebenfalls möglich, aber ebenso äußerst unwahrscheinlich, „dass es sich bei dem Heulton um eine Art Einbruchmeldeanlage gehandelt haben könnte. Oder ein Funktechnik-Freak hat etwas ausprobiert. Fakt ist, eine der 28 Feuerwehrsirenen im Stadtgebiet war es definitiv nicht.“

Dafür werden alle Sirenen am Donnerstag, 11. März, im Rahmen eines landesweiten Warntages zu hören sein. Der landesweite Warntag ist ab sofort immer für den zweiten Donnerstag im März geplant. Analog dazu gibt es den bundesweiten Warntag jedes Jahr. Und zwar findet er immer am zweiten Donnerstag im September statt.