Wesel: Seniorenbeirat legt Notfall-Karte auch Jugendlichen ans Herz

Seniorenbeirat präsentiert Neuauflage : Notfall-Karten können Leben retten

Der Seniorenbeirat hat mit Unterstützung der Niederrheinischen Sparkasse die 2012 erstmals ausgelegte Notfall-Karte leicht überarbeitet. Interessant ist sie auch für junge Leute.

Zusammengefaltet ist sie fast so groß wie ein 20-Euro-Schein und kann im Fall der Fälle unbezahlbar wichtige Informationen liefern – die Notfall-Karte des Weseler Senioren-Beirates. Die Karte gibt es bereits seit Sommer 2018. Praktisch alle der damals gedruckten 15.000 Exemplare sind mittlerweile vergriffen. Wie schon vor sechs Jahren ist es der Seniorenbeirats-Vorsitzenden Gertrud Liman erneut gelungen, die Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe (vormals Verbands-Sparkasse) als Sponsor wieder mit ins Boot zu nehmen. „Ohne die finanzielle Unterstützung der Sparkasse hätten wir das nicht geschafft“, sagte Gertrud Liman am Dienstag bei der offiziellen Präsentation der leicht überarbeiteten Notfall-Karte in der Seniorenbegegungsstätte „Im Bogen“ und dankte Reinhard Hoffacker als Vertreter der Sparkasse herzlich.

So wie schon das alte Modell, wird auch die neue, kostenlose Notfall-Karte in den nächsten Tagen unter anderem in zahlreichen Apotheken, in Arztpraxen und ambulanten Einrichtungen ausliegen. Insgesamt 7500 Exemplare wurden gedruckt. Gertrud Liman und ihre Vorstandskollegen können nur jedem raten, gleich zwei Karten einzustecken: „Eine kommt ins Portemonnaie, die andere sollte gut sichtbar in der Nähe des häuslichen Telefons angebracht werden.“ Denn im Notfall finden Rettungssanitäter und Ärzte alle wichtigen Informationen in dem Mini-Flyer. Dazu gehören unter anderem Namen und Adresse, die Rufnummer des Hausarztes und die Kontaktdaten von Angehörigen, die benachrichtigt werden sollten.

Beim Ausfüllen der Notfall-Karte sollte jeder unbedingt eintragen, welche Medikamente er nimmt, ob womöglich Allergien bekannt sind, ob ein Hörgerät oder eine Brille getragen werden oder Besonderheiten (z. B. Herzschrittmacher oder Weglauftendenz) beachtet werden müssen.

Auch wenn die Notfall-Karte vom Senioren-Beirat der Stadt Wesel  herausgegeben wird, heißt das noch lange nicht, dass sie nur für ältere Menschen ein Segen sein kann. „Schon Jugendliche“, sagt Gertrud Liman, „sollten eine Notfall-Karte haben, denn natürlich kann jedem in jeder Lebensphase immer etwas passieren. Wie gut ist es dann, wenn Rettungskräfte wichtige Informationen sofort zu Hand haben.“ Reinhard Hoffacker hat noch einen Tipp parat: „Die Karte einfach zusammen mit dem Organspendeausweis aufbewahren.“

Die Rückseite der Notfall-Karte nutzt der Seniorenbeirat erneut dazu, um auf das Internet-Portal für das Ehrenamt hinzuweisen (www.ehrenamtsboerse-wesel.de). Gesucht werden nämlich nach wie vor Personen, die sich für andere einsetzen und ihre Fähigkeiten anderen gerne zur Verfügung stellen möchten. Ebenfalls interessant könnte der Blick auf die Internetseite für Personen sein, die Unterstützung bei Lebensmitteleinkäufen, bei Arztbesuchen oder bei Behördengängen benötigen.

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