Wesel: Schulstreit wegen der Gründung einer zweiten Gesamtschule

WESEL: Schulstreit: CDU hat viele Fragen an die Verwaltung

In einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp bekräftigt Wesels CDU-Fraktionschef Jürgen Linz, dass seine Partei die Auflösung des Schulstreits anstrebe und eine breite Ratsmehrheit für eine solch wichtige Entscheidung für wünschenswert halte.

Bekanntlich gibt es Streit, ob zu Beginn des Schuljahres 2019/20 eine zweite Gesamt- oder eine Sekundarschule gegründet werden soll. Eine Entscheidung soll Ende November im Rat fallen.

„Die Eltern und Schüler in unserer Stadt dürfen nicht weiter verunsichert werden. Schon in wenigen Wochen werden die weiterführenden Schulen Informationsveranstaltungen für künftige Schüler anbieten. Da muss klar sein, wohin der künftige Weg geht“, heißt es in dem Brief an die Verwaltungschefin. „Auf dem Weg zu einer Entscheidung ist für uns aber die Klärung folgender Fragen von elementarer Bedeutung“, so Linz. Er will unter anderem wissen, ob die Bezirksregierung in Düsseldorf als obere Schulaufsicht „einen Beschluss des Rates aufheben beziehungsweise von diesem abweichen kann, der den Gymnasien keine Begrenzung der Zügigkeit, und der Realschule ihre Dreizügigkeit zusichert, solange dort entsprechende Anmeldungen erfolgen – und zwar kurzfristig, mittelfristig oder langfristig?“ Weiterhin hofft Jürgen Linz auf eine Antwort auf seine Frage, ob ein unveränderter Fortbestand der Gesamtschulen und der Gymnasien durch Kooperationen erreicht werden könne, wenn beispielsweise in einem Jahr weniger Schüler für die Oberstufe vorhanden seien?

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„Sowohl unsere Gymnasien als auch die Realschule dürfen nicht durch die Gründung einer weiteren Schule in Mitleidenschaft gezogen werden“, so Linz. Einen ähnlich lautenden Appell hatte am Freitag Staatssekretär Mathias Richter während der offenen FDP-Fraktionssitzung im Ratssaal an die Adresse der anwesenden Politiker gerichtet.

Jürgen Linz bittet die Bürgermeisterin um kurzfristige und verbindliche Klärung und anschließende Information an die Ratsfraktionen. Und zwar möglichst, bevor die Schulinformationsveranstaltungen im November für die Eltern der Viertklässler starten.

(RP)