1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Wesel: Sanierung der alten Festungsmauer für 600.000 Euro beendet

Weseler Zitadellenviertel : Festungsmauer für 600.000 Euro saniert

Länger als ursprünglich geplant hat das im Sommer 2019 gestartete Ausbessern der alten Graben-Stützmauer im Zitadellenviertel gedauert. Unvorhergesehene Schäden im tiefergelegenen Mauerwerk hatten die Arbeiten verzögert.

Was lange währt, wird endlich gut. Im vergangenen Sommer hat in der Weseler Innenstadt, nur einen Steinwurf vom Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) an der Breslauer Straße im Zitadellenviertel, die Sanierung des Denkmals Escarpemauer begonnen. Dabei handelt es sich um ein Mauerstück der Bastion Halberstadt, das die Zitadelle mit der Stadtbefestigung verband. Diesen Bereich der Festung ließ Preußen-König Friedrich I. Anfang des 18. Jahrhunderts errichten. Durch unvorhergesehene Schäden im tiefergelegenen Mauerwerk verzögerten sich die Arbeiten, berichtet die Stadt. Jetzt endete die Sanierungsphase des Backstein-Schmuckstücks mit der  Schlussabnahme.

In den vergangenen Monaten wurden der Bewuchs und die dazugehörigen Wurzelstöcke im Wandbereich entfernt. Zudem haben Fachfirmen das Mauerwerk gereinigt. Loses Fugen- und Steinmaterial wurde ebenfalls entfernt und ersetzt. Soweit es möglich war, wurden alte Mauersteine wiederverwendet. Insgesamt kostete die Sanierung  600.000 Euro.

Zuständig für den Bau der Festungsanlage, die Zitadelle Wesel, war seinerzeit Johann de Corbin. Als sogenannte Escarpemauer wird die gemauerte innere Stützwand eines Grabens bezeichnet. Die gegenüberliegende Contrescarpemauer existiert ebenfalls noch in Originalhöhe. Diese befindet sich nach Auskunft der Stadt Wesel in einem guten Zustand. Zwischen den beiden Mauern befindet sich übrigens der Parkplatz für die Autos der Mitarbeiter des Marien-Hospitals.

(RP)