Wesel: Saniernung der Luisenstraße startet nach den Sommerferien

Entscheidung im Weseler Stadtentwicklungsausschuss : Sanierung der Luisenstraße startet nach den Ferien

Nach den Sommerferien soll die Rumpelstrecke im Fahrbahnbereich auf Vordermann gebracht werden – mit einigen, kleineren Veränderungen. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich entschieden.

Die Luisenstraße zwischen der Schill- und der Oberndorfstraße wird saniert. Nach den Sommerferien wird der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) auf der Rumpelstrecke nach vielen Jahren des Verschiebens aktiv. Sowohl die Fahrbahn als auch der Rad- und Gehweg sind mittlerweile in einem unzumutbaren Zustand.

Dennoch soll es hier nicht die große Generalsanierung geben, wie im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit deutlich wurde. Lediglich der Fahrbahnbereich erhält eine neue Decke und auch die Anordnung der Verkehrsströme ändert sich. „Der vollständige Ausbau hätte zu hohe Kosten verursacht“, sagte Michael Blaess vom Team Verkehrsplanung und Straßenbau. Die Anliegerbeiträge hätten im hohen fünfstelligen Bereich gelegen, bei einer Sanierungssumme von 2,2 Millionen Euro. Bei der jetzigen Variante fallen dagegen keine Anliegerbeiträge an.

Radfahrer sollen künftig beidseitig auf der Straße ihren Platz finden, auf einem 1,50 Meter breiten Streifen, der auch von Autos überfahren werden kann. Denn die Fahrbahn für Autos wird deutlich schmaler als bislang ausfallen. Weiterhin soll zudem parallel zur Fahrbahn geparkt werden können, wobei die Parkplätze mit 2,10 Meter breiter werden. Und: Im Einmündungsbereich des Flamer Wegs wird dafür gesorgt, dass die Einsehbarkeit für Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist, indem die parkenden Autos mehr Abstand einhalten müssen. Diese Anregung von Anliegern gab Wolfgang Lingk (CDU) weiter. Der von der Fraktion „Wir für Wesel“ (WfW) gestellte Antrag, auf der Luisenstraße 60 Parkplätze mehr zu schaffen, indem statt der Längs- die Schrägaufstellung umgesetzt wird, kam nicht durch. Den Parkdruck im Bereich rund ums Schillviertel und am LVR-Niederrheinmuseum, den Jürgen Lantermann (WfW) anführte, sahen andere Politiker nicht. Was am Ende auf der Luisenstraße bleibt, ist der Gehweg, der teils von den Wurzeln der großen Bäume angehoben wird. „Ein Unding“, so Lantermann.

(P.H.)
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