Wesel: Rund 150 Schüler demonstrieren in der City für mehr Klimaschutz

Fridays for Future : 150 Schüler bei zweitem „Klimafreitag“ während der Schulzeit

Knapp 150 Schüler haben am Freitag in der Innenstadt auf die Gefahren der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung aufmerksam gemacht.

Statt Mathe-Aufgaben zu lösen, haben am Freitagvormittag knapp 150 Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums, der Gesamtschule Am Lauerhaas und des Andreas-Vesalius-Gymnasiums an einem Protestzug durch die Fußgängerzone teilgenommen. Im Rahmen der Aktion „Fridays for Future“ machten sie zum zweiten Mal mit Plakaten und mit Sprechchören auf die Gefahren der Umweltzerstörung aufmerksam und forderten alle auf, mehr für den Klimaschutz zu tun.

„Wir möchten uns später nicht von unseren Kindern vorhalten lassen, warum wir nichts gegen die Erderwärmung getan haben“, sagte Mathis Kock vom Konrad-Duden-Gymnasium (KDG). Der 16-Jährige gehört zum Fridays-for-Future-Orgateam des KDG, das bereits zu insgesamt vier Protestmärschen aufgerufen hat. Es war die zweite Veranstaltung während der Schulzeit. Zu Beginn versammelten sich die Demonstranten gegen 10.30 Uhr am Rathaus. Dort wurde darüber gesprochen, dass jeder versuchen solle, so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen. „Wir sind die erste Generation, die die Extremwetterlage mitbekommt und leider auch die letzte Generation, die die Gelegenheit hat, noch etwas gegen den Klimawandel zu tun“, ist Mathis Kock überzeugt.

Ob und wann Weseler Schüler erneut an einem Freitag auf die Straße gehen, steht noch nicht fest. Allerdings soll es noch in diesem Jahr eine Fahrrademo geben. Und nach den Sommerferien wollen die Schüler einen Flohmarkt zum Thema „Nachhaltigkeit“ organisieren.

Mathis Kock will selbst das Klima schützen: „Ich lege auch weitere Strecken mit dem Rad zurück und lasse mich nicht von meinen Eltern mit dem Auto bringen. Ich versuche Plastikverpackungen zu vermeiden, packe mir Brot und Gemüse in Dosen und nicht in Tüten und fülle Leitungswasser in Flaschen.“

Mehr von RP ONLINE