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Wesel: Plädoyer des Esel-Ampel-Erfinders für den Vorschlag der RP

CDU-Ratsherr Reinhold Brands : Plädoyer des Esel-Ampel-Erfinders

CDU-Ratsherr Reinhold Brands hatte den Vorschlag einer Esel-Ampel für Wesel gemacht. Eine Ampel mit stehendem Esel fände er gut. Er hofft, dass der Vorschlag umgesetzt wird.

CDU-Ratsherr Reinhold Brands war es, der vor rund zwei Jahren die Idee hatte, in Wesel eine Esel-Ampel zu installieren. Das mediale Echo über Wesel hinaus war gut – die politische Idee schien umgesetzt zu werden. Mit einiger Verwunderung nimmt der Politiker nun die Entwicklung seiner Idee wahr. Denn statt einer echten Esel-Ampel soll in Wesel nun nur eine Zusatzampel aufgestellt werden. Grund ist die unklare rechtliche Lage: Was ist, wenn es zu einem Unfall an der Ampel kommt? Wird dann ein unfallbeteiligter Fußgänger sagen können, dass er nicht deutlich habe erkennen können, welches Signal ihm der vierbeinige Esel gab?

Unsere Redaktion machte in dieser Woche den Vorschlag, einen stehenden Esel an der Ampel anzubringen, der einem Menschen ähnlicher ist. So käme die Stadtverwaltung um die prognostizierten Zusatzkosten in Höhe von 3500 Euro für die Ampel herum. Brands kann diesem Vorschlag viel abgewinnen, wie er auf Anfrage betont. Charme und Witz hätte eine solche Variante mit einem stehenden Esel, sagt Brands. „Er kann die Lösung des Problems mit den Beinen sein.“

Foto: grafik

Insbesondere an den Zusatzampeln stört sich Brands, da dies finanzielle Belastungen bedeutet. Die würde in Wesel zwar ein Sponsor tragen, aber ein Verzicht auf Zusatzkosten müsse im Interesse aller sein, sagt Brands. Und auch, dass der Esel eine gewisse optische Nähe zum Osterhasen aufweist, empfindet Brands nicht als hinderlich. Er würde es begrüßen, wenn auf die Variante mit dem stehenden Esel gesetzt wird: „Vielleicht ist der Auftrag ja noch nicht raus.“

Sein eigentliches Ziel, mit dem Esel auf der Ampel die Stadt Wesel mehr ins Gespräch zu bringen, sei auf jeden Fall jetzt schon erreicht: „ Weit mehr als 50 Zeitungen und Magazine, Radiostationen und Fernsehsender haben bereits mehrfach bundesweit berichtet.“ So funktioniere Stadtmarketing, das den Bürger nicht einen Cent koste, argumentiert der CDU-Politiker. Dass er selbst bei der offiziellen Präsentation der Eselmotive am Bahnhof  nicht eingeladen war, hat ihn etwas verärgert. „Es geht ja auf Wahlkämpfe zu, da schmückt man sich auch mal gerne mit fremden Federn“, sagte Brands in Richtung der Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD).